Sie sind eingetroffen! Die ersten Crewbands sind da, natürlich im Winter. Einladung auf eine Superyacht in der Karibik war gerade keine zur Hand, also musste für einen ersten Test eine andere Idee her. 

Mangels Option auf ein geplantes Person-über-Bord-Manöver auf einem schnittigen 50-Füßer im 25 Grad warmen Wasser irgendwo zwischen Jamaika und Grenada einigten wir uns im pannonischen Jänner auf „Labor­bedingungen mit Auslösegarantie“ – und starteten im Segelzentrum in Neusiedl am See. Mit Neopren war es an jenem Nachmittag wohlig-mild, der Neusiedler See dann aber mit seinen knapp 2 °C doch deutlich cooler als wir. Also weiter ins Hallenbad Neusiedl am See. Ideale Bedingungen – Windstille und keine Wellen. Entsprechend entspannt, klappt der Testaufbau auch schon beim ersten Versuch, mit meinem Wellenreitbrett das Hallenbad Neusiedl zu durchqueren, ganz gut. 

Nach wenigen Metern aber gleiten wir nicht mehr nach vorn, sondern nach unten ins Wasser. Und prompt schrillt auch schon das mit meinem Crewbands verbundene Handy, die Rettungskette beginnt. „Wir wollten den allerersten Alarm im Rettungsablauf automatisieren und schnellstmögliche Benach­richtigung realisieren. Hardware, also das Armband, und Software, also die zugehörige Handy-App, sind eine Ergänzung und keinesfalls ein Ersatz für andere Teile der ­Rettungskette“, erklärt Thomas Nenning, einer der beiden Gründer und Entwickler, das Safety-Gadget. 

Die erwähnte Crewbands-App funktioniert nicht nur mit dem haus­ei­ge­nen Band, sondern auch mit gängigen Smart­­watches und zahlreichen ­Fitness-Trackern. Die eigene ­Hardware sehen Nenning und sein Partner Werner Scheibenpflug als „un­sichtbaren Schutz­­engel, der mög­lichst unauffällig und ohne zusätzlichen Aufwand in den Bord­­alltag integriert ist, ohne zu stören“. Die Energie holt sich das „Crewband“ über Solarzellen, einmal voll aufgeladen reicht der Akku für fünf völlig dunkle Tage. Als Zielgruppe gelten Urlaubs- und Hobbysegler, konkret auch Skipper, die ihre Bordmitglieder nicht so gut kennen. 

Die Armbänder werden mit der App am Handy verbunden, geht die Verbindung verloren, werden ­optischer und akustischer Alarm auf dem Mobiltelefon ausgelöst. „Kommt das Band unter Wasser, reißt die Verbindung aufgrund der physikalischen Eigenschaften des Wassers sofort ab. Oder einfach aufgrund der Entfernung,
bei 30 Meter Abstand ist es mit ­Bluetooth auch vorbei.“

Crewbands – Safety-Armbänder mit Pfiff
Das original Crewbands ist im Webshop um € 79,– inkl. USt. erhältlich, ein Vertriebsnetz mit Partnershops befindet sich gerade im Aufbau. Für den sicheren Törn wird es die Möglichkeit geben, die Crewbands vor Ort zu mieten. Die App (iOS, Android) ist kostenlos und verbindet sich auch mit Fitness-Trackern und Smartwatches (erste Verbindung gratis, danach Flat Fee). www.crewbands.com

Wir danken den Verantwortlichen und Mitarbeitern des Hallenbads in Neusiedl am See für die freundliche und unkomplizierte Unterstützung beim Test! www.neusiedlamsee.at 

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