Das Nacra-17-Duo Thomas Zajac und Barbara Matz ist nach knapp dreimonatiger Salzwasserabstinenz zurück am Meer. 

Knapp drei Monate ohne Salzwasser sind neuer Rekord in Thomas Zajac‘s langjähriger Karriere. „Das Meer ist unser zweites Zuhause, es ist einfach cool endlich wieder zurück zu sein“, schwärmt der Olympia-Bronzemedaillengewinner von 2016. „Wir spulen viele Stunden ab und haben ganz gute Bedingungen. Eine der größten positiven Veränderungen im Vergleich zu den vergangenen Wochen ist aber, dass wir endlich wieder direkt mit unserem Trainer Angelo Glisoni arbeiten können“, so der 34-jährige Steuermann. Doch auch die zahlreichen weiteren Vorteile weiß der Wiener zu schätzen: „Das Boot verhält sich im Salzwasser einfach ganz anders. In der Welle zu fahren macht unseren Sport aus, das kann im Flachwasser nicht simuliert werden“, erinnert sich der Nacra-17-Steuermann an die Zeit am Attersee. „Zwar ist die Adria nicht bekannt für ihre riesigen Wellen, aber der erste wichtige Schritt ist getan“, ergänzt Vorschoterin Barbara Matz.

Wieder auf den Foils – Tom Zajac & Barbara Matz.

Nationale und internationale Trainingspartner
Besonders erfreut zeigt sich das für Tokyo 2021 qualifizierte Duo über die Tatsache, dass mit ihnen gleich zwei weitere Nacra-17-Boote trainieren. Neben den beiden OeSV-Youngsters Laura Farese und Matthäus Zöchling, die sich bereits in der vergangen Saison als starke Trainingspartner etablierten, bereitet sich auch das kroatische Nacra-17-Duo Igor Marencic und Marija Anđela De Micheli Vitturi gemeinsam mit den beiden OeSV-Teams vor. „Es ist großartig mit zwei weiteren Booten trainieren zu können. Laura und Matthäus sind unglaublich wertvoll für uns. Mit Igor, dem Olympia-Goldmedaillengewinner im 470er und Marija, die erst seit kurzem gemeinsam im Nacra-17 segeln, haben wir aber auch ein internationales Top-Gespann in unserem aktuellen Trainingsteam“, schwärmt Zajac von der aktuellen Konstellation. Auch für Laura Farese und Matthäus Zöchling ist die Rückkehr aufs Meer etwas ganz Besonderes. „Es ist cool wieder auf Salzwasser zu segeln, vor allem auch, weil wir bisher jeden Tag guten Wind und endlich wieder Wellen hatten. Dass wir hier drei Boote haben, ermöglicht es uns kleinere Races zu fahren“, berichtet Steuerfrau Laura Farese.

Nationale und internationale Trainingspartner – mit Abstand und sicher.

Der weitere Verlauf dieses Jahres ist noch ungewiss. „Es ist im Moment ein einziger Event geplant. Anfang September findet die Kieler Woche mit abgespecktem Programm statt. Traditionell ist dort ein riesiges Feld am Start. Aufgrund der Verordnungen dürfen nicht mehr als 20 Boote einer Klasse teilnehmen. Wir haben aber bereits eine Einladung bekommen“, kann Zajac die vermeintlich erste Regatta nach der Corona-Pandemie kaum erwarten. „Über weitere Events wissen wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts. Die Europameisterschaft ist weiterhin angedacht. Dazu gibt es allerdings noch kein konkretes Datum oder Revier“, erläutert Barbara Matz die aktuellen Herausforderungen der eingeschränkten Planbarkeit.

Fotos: OeSV

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