Benjamin Bildstein und David Hussl beendeten die 49er-Weltmeisterschaft vor Geelong/Australien am Samstag auf Rang vier und schrammten um nur einen Punkt an Bronze vorbei. Während Thomas Zajac und Barbara Matz ebenso knapp das Medal Race im Nacra 17 verpassten, gewannen die OeSV-Junioren Laura Farese und Matthäus Zöchling die U23-Wertung. Die 49erFX-Seglerinnen Tanja Frank und Lorena Abicht verbesserten sich zum Abschluss auf Platz 20.

Bei abwechslungsreichen Bedingungen mit teilweise Regen und Böen bis zu 25 Knoten gingen Benjamin Bildstein und David Hussl als Führende in den letzten WM-Tag. In den abschließenden zwei Rennen der Goldflotte landeten die Weltranglistenzweiten aus Österreich auf den Rängen 20 und 2 und gingen damit von Position drei in das Medal Race. „Im ersten Rennen sind uns ein paar Fehler unterlaufen. Umso erfreulicher war es, dass wir im zweiten wieder unsere Leistung abrufen konnten“, so Steuermann Bildstein. 

Das Medal Race begann mit einer äußerst umstrittenen Jury-Entscheidung denkbar unglücklich für die Österreicher. Direkt nach dem Start mussten sie eine Strafdrehung machen. Das Duo vom Yacht Club Bregenz kämpfte sich trotz des Rückstandes noch auf den sechsten Platz vor, fielen aufgrund der knappen Ausgangsposition aber auf Rang vier zurück. Peter Burling und Blair Tuke aus Neuseeland holten sich hingegen ihren sechsten WM-Titel, mit nur drei Punkten Vorsprung auf das OeSV-Duo ging zudem Silber an die Spanier Diego Botín und Iago López Marra. 

Zajac/Matz verpassen Medal Race um einen Punkt
Thomas Zajac und Barbara Matz im Nacra 17 nahmen den letzten WM-Tag von Rang neun in Angriff. Nach einem guten Start kenterten die beiden jedoch auf der Vorwind bei einer Halse auf Platz fünf liegend. Nachdem die Österreicher dadurch rund zehn Boote verloren, wurde ihnen schließlich eine weitere Kenterung zum Verhängnis und sie konnten das Rennen nicht mehr beenden. In der abschließenden Wettfahrt kamen Zajac/Matz an zwölfter Stelle ins Ziel. „Wir haben im letzten Rennen voll riskiert. Als wir auf der rechten Seite waren, kam auf einmal ein Linksdreher. Damit war es für uns vorbei“, berichtet der Olympia-Bronzemedaillengewinner von Rio. Nach der Silbermedaille bei den Ozeanienmeisterschaften verpasste das OeSV-Duo um nur einen Punkt den Sprung in das WM-Medal-Race der zehn besten Boote. Das junge Nacra-17-Boot mit Laura Farese und Matthäus Zöchling, die am Donnerstag sensationell ihren ersten Wettfahrtsieg feierten, beendeten die WM auf Rang 26 und gewannen wie schon bei den Ozeanienmeisterschaften die U23-Wertung.

Frank/Abicht mit Top-Platzierung zum Abschluss
Die 49erFX-Seglerinnen Tanja Frank und Lorena Abicht verbesserten sich mit den Rängen 12 und 2 noch auf Platz 20. „Mit dem Abschluss sind wir zufrieden. Die strategischen Entscheidungen und die Technik bei mehr Wind haben gepasst. Durch die zwei fehlenden Renntage hatten wir leider keine Chance mehr, uns noch weiter noch vorne zu arbeiten“, analysiert Vorschoterin Abicht.

Palma de Mallorca erste Europa-Station
Die Nationalteam-Segler werden nun nach Österreich zurückkehren und dann in Palma de Mallorca in die Europa-Saison starten. Zunächst bestreiten die 470er-Herren auf den Balearen ihre Weltmeisterschaft (13. bis 21. März). Kurz darauf nehmen alle vom OeSV beschickten Klassen an der Trofeo Princesa Sofia (28. März bis 4. April) teil.

Fotos: Sailing Energy

Sie begannen die WM mit einem 4. Platz und beendeten sie mit einem 2. Rang. Am Ende belegten Tanja Frank und Lorena Abicht Platz 20. Damit geht es zurück nach Europa. 

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