In 17 Wettfahrten an zwei Regattatagen wurden am Wochenende die vier Startplätze für die nächstjährige Segel-Bundesliga vergeben. Nach drei Anläufen sicherte sich erstmals der Seehamer Segelclub einen Liga-Startplatz. Die weiteren drei Tickets gingen an die aus der heurigen Bundesliga in die Relegation geschickten Teams vom UYC Attersee, dem Segelclub Kammersee sowie dem UYC Neusiedlersee.

Den Sieg beim Qualifikationsevent im Segelclub Mattsee holte die Crew vom UYC Attersee rund um Steuermann Michael Farthofer. „Wir hatten ein super Team, sind sehr konstant gesegelt. Als größter Segelclub Österreichs haben wir auch eine gewisse sportliche Verpflichtung, deshalb war es uns der Liga-Verbleib sehr wichtig“, so der zweifache Olympia-Teilnehmer, der seine Zukunft im Bundesliga-Team noch offen lässt: „Das Format ist sehr spannend und die Rennen waren beinhart, es war nicht leicht zu segeln. Prinzipiell möchte ich auch in Zukunft der Jugend den Vortritt lassen. Ich könnte mir aber vorstellen, in der nächsten Saison bei ausgewählten Stopps dabei zu sein. Das werden wir in Ruhe besprechen.“

DIe #youngcandidates vom UYC Neusiedlersee gingen unverändert in die Relegation. Den Klassenerhalt hat das jüngste Team der Liga souverän geschafft.

Im dritten Anlauf schaffte der Seehamer Segelclub den Aufstieg in die Bundesliga. Nachdem sie vor zwei Jahren hauchdünn an der Qualifikation gescheitert waren, verteidigten sie am Sonntag ihren vierten Platz denkbar knapp. Lange sah es nach einem Zweikampf zwischen Seeham und dem Yachtclub Velden aus. Als beiden Booten in der 17. Wettfahrt ein Frühstart unterlief, war plötzlich auch der Yachtclub Podersdorf wieder im Aufstiegsrennen. Nachdem der abflauende Wind aber keine weitere Wettfahrt mehr zuließ, rettete Seeham den erstmaligen Bundesliga-Aufstieg mit einem Punkt Vorsprung auf die Burgenländer.

„Wir haben nach unserer gestrigen Position schon mit der Qualifikation geliebäugelt. Es ist uns heute aber nicht mehr so leicht gegangen. Wir haben versucht unsere Verfolger in Schach zu halten, das ist uns mal besser und mal schlechter gelungen. Am Ende war das Quäntchen Glück auf unserer Seite. Jetzt ist die Vorfreude groß, für unseren Club ist ein Traum wahrgeworden. Auf uns wartet aber dennoch viel Arbeit“, so ein glücklicher Bastian Lauchert.

www.segelbundesliga.at

Fotocredit: SBL / Schreder

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