Segeln im allgemeinen und der Yachtsport im speziellen gelten ja als „Gentlemen Sport“, aber…

… der America’s Cup hat da seit jeher einen eigenen Stellenwert. Also gehört es eigentlich zum „guten schlechten Ton“, dass es regelmäßig zu Konflikten kommt, die nicht unbedingt am Wasser ausgetragen werden. Oft nicht einmal dort ihren Ausgangspunkt genommen haben.

Man erinnert sich an die Taucher, die sich sehr für Unterwasserformen und Kieldesigns interessierten. Verhüllte Rümpfe gehörten – nicht nur, aber jedenfalls – zu Zeiten der legendären „12er“ ja zum Alltag. Werksspionage war und ist auf der Tagesordnung, wie in besten Formel 1 Zeiten. Da darf natürlich auch rund um den aktuellen Cup die entsprechende Story dazu nicht fehlen. Also ließ das „Emirates Team New Zealand“ die Segelwelt in den letzten Tagen wissen, dass sie Spione innerhalb ihrer Organisation enttarnt habe. Zuletzt rückte Grant Dalton selbst aus, um die aus dem Inneren kommenden Vorwürfe zum Missbrauch von Fördergeldern und ähnlichem strikt und umfassend zurückzuweisen. Über Recht und Unrecht ist von hier und von uns so oder so nicht zu urteilen. Gerade angesichts der sportlichen Durststrecke der letzten Monate ist auf eine rein seglerische Auseinandersetzung zu hoffen, die nicht (wieder) irgendwann am grünen Tisch entschieden wird. 

Dass es die Neuseeländer seglerisch mit den foilenden Monohulls schon ziemlich drauf haben, zeigen jedenfalls die folgenden Bilder aus Auckland:

Foto & Video: Emirates Team New Zealand

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