Capri Sun, Amalfi Fun | ocean7

Der Golf von Neapel ist ein Segelrevier mit endlichen Weiten. Zum Glück, denn so eröffnen sich dem Betrachter hippe Hotspots wie Ischia, Capri, Amalfi und der Sorrent mehr oder weniger auf einen Schlag.

Blick vom kunterbunten Spiaggia di Marina Piccola auf die berühmten -Felseninseln Faraglioni di Capri.

Unser Törn startet in Castellammare di Stabia, rund 30 km vom Flughafen Neapel entfernt.Temperamentvolle Autofahrer, eifrig ­hupende Jugendliche auf Rollern, enge Gassen, volle Minimärkte und spät abends noch spielende Kinder im Gastgarten der neapolitanischen Pizzeria ­machen uns im Handumdrehen fit für die anstehende italienische Reise. 
Wir haben den Törnplan im Uhrzeigersinn umgedreht und lassen am nächsten Tag in der Cala del Pozzo Vecchio im Nordwesten der Insel Pro­cida den Anker ins klare Wasser fallen. Dem sonnigen Badevergnügen folgt eine ruhige Nacht – dem nahen Friedhof sei Dank. Welch vulkanische Kräfte hier im Dunstkreis des Vesuvs vor 55.000 Jahren gewütet haben, wird dem Betrachter beim Segeln entlang der Küste Ischias eindrucksvoll vor Augen geführt. Entlang der Bruchlinien dringt noch heute teils kochend Heißes an die Meeresoberfläche. 

Nicht so im Hafen von Sant’Angelo am südlichsten Zipfel der Insel. Der kleine Hafen des von Ex-Kanzlerin Angela Merkel jährlich besuchten Ferienorts ist gut geschützt und hervorragend ­geeignet, um sich beschaulich die Beine zu vertreten und die regionale, an Meeresfrüchten reiche Küche zu genießen. Uns gelingt das auf ­geschmackvolle Weise im Dal Pescatore, das nur ein paar Meter vom Steg der Fischer entfernt ist – frischer der Fang also nicht sein kann. 

Links das einstige Fischerdörfchen Sant’Angelo am südlichen Zipfel von Ischia. 2. Bild v. l.: Der dem heiligen Andreas geweihte Dom in der einstigen Seehandelsmetropole Amalfi. Ein Stadtbummel in Sorrento. Ganz rechts der berühmte Sonnenuntergang von Amalfi mit Blick von den Inseln Li Galli auf Capri.

Was auch immer die Fachliteratur über dieses Revier zu berichten hat, in einem Punkt hat sie definitiv recht: Der Golf von Neapel ist gerade in den Sommermonaten kein Starkwindrevier und somit hervorragend geeignet für Familientörns, wie wir auf unserem Weg von ­Ischia nach Capri erfahren.

Unsere Ludi weiß jedoch die elf Knoten Wind bei voller Wäsche so geschmeidig zu nehmen, dass die rund 20 Seemeilen sowohl für die Sonnenanbeter als auch für die segel­affine Jugend an Bord wie im Fluge vergehen. Was braucht man mehr zum Glück? Na Delfine natürlich!

Positano an der Amalfiküste hat sich eng an die steilen Felsen geschmiegt.

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Fotos: Tahsin Özen, Shutterstock

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