Mit Quanhai Li steht erstmals ein Chinese dem Welt-Segelverband vor.

In den letzten 14 Tagen ging – natürlich virtuell – die heurige Jahreshauptversammlung des Welt-Segelverbandes über die Bühne. Neben den jährlichen Meetings sowie der Generalversammlung standen auch Wahlen am Programm. Eine organisatorische und technische Herausforderung in Corona-Zeiten. Vier Präsidentschaftskandidaten standen im ersten Wahlgang zur Auswahl, kein Kandidat erhielt mehr als 50% der Stimmen. Zwischen den beiden Spitzenkandidaten war ein zweiter Durchgang erforderlich. Kim Andersen (amtierender Präsident aus Dänemark) und Quanhai Li (CHI) mussten in die Stichwahl. Die wurde zu einer knappen Sache, der Chinese entschied diese mit 68 zu 60 Stimmen für sich. 
Darüber hinaus wurden auch noch sieben Vize-Präsidenten gewählt, im Rahmen dieser Abstimmung war kein zweiter Durchgang nötig. Die „Vizes“ kommen von vier Kontinenten und sollten damit für eine gute Vertretung aller Interessen sorgen können. Gewählt wurden: 

  • Tomasz Chamera (POL)
  • Sarah Kenny (AUS)
  • Philip Baum (RSA)
  • Yann Rocherieux (FRA)
  • Duriye Özlem Akdurak (TUR)
  • Marcus Spillane (IRL)
  • Cory Sertl (USA)

Wer oder was ist der Welt-Segelverband?
„World Sailing“ ist der vom internationalen Olympischen Comité sowie dem Internationalen Paralympischen Comité anerkannte, Weltverband des Segel- und Yachtsports. Es ist der Zusammenschluss der nationalen Segelverbände, aktuell finden sich 146 eingetragene Länder. Dazu kommen noch – ein Segelspezfikum – 119 registrierte Klassenvereinigungen. Gegründet wurde „World Sailing“ bereits 1907, neben der Verwaltung und Entwicklung der „Wettsegelbestimmungen“ wird auch der Schutz der Gewässer und Weltmeere ein immer wichtigerer Baustein der Arbeit.

Foto/Video: World Sailing

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