Das nächste „Big Thing“ | ocean7

Das nächste „Big Thing“

Der Sail GP ist noch nicht einmal ein Monat alt, schon wird bei den ganz großen, neuen Ideen im Segelsport weiter gedreht. Die Macher der Star Sailors League scharrten einige der Big-Names aus ihrer Welt sowie der gesamten „In-Shore“-Segelszene um sich. Und präsentierten anlässlich des Yacht Racing Forums in Lorient das Konzept zum „Nations Gold Cup“.

Angelehnt hat man sich inhaltlich und in punkto Organisation an den bekanntesten und wichtigsten Events der weltweiten Sportszene. Verwiesen wird auf die Fußball WM, die Tennis-Grand Slam Serie, den Ryders Cup im Golf und so weiter. Das geplante Format lässt sich als Mischung aus dem mittlerweile etablierten Liga-Modus kombiniert mit dem KO-System zahlreicher anderer Sportarten beschreiben. Boote werden gestellt, geplant sind 45-50 Fuß große One-Design Monohulls. Startberechtigt sind alle von World Sailing anerkannte Nationen. Gesucht sind als Team dazu – in weiterer Fußball-Analogie – elf Segler die ihr Land repräsentieren. Zum finalen Showdown im Jahr 2021, an einem noch zu definierenden Ort in Westeuropa, kommen die 40 Top-Nationen in einem Mix aus gesetzten bzw. in mehreren Ausscheidungsrunden qualifizierten Teams, übrig.

Die Begleitaktivitäten für den Aufbau der Segel-Helden scheinen bereits detailliert ausgearbeitet zu sein. In punkto Bootsdesign hingegen will man sich noch nicht in die Karten Blicken lassen.

Hinter der Star Sailors League steckt von finanzieller Seite der Schweizer Michel Nicklaus. Deren Background und auch organisatorisches Know-How soll auch den Nations Gold Cup beflügeln. Ausgehend von einer weltweiten Ranking-List, ausgedehnt auf Ergebnisse der Olympischen Spiele, von Welt- und Kontinentalen Meisterschaften sowie Weltcups, werden alle teilnehmenden Nationen drei Regionen (Europa/Afrika, Amerika/Ozeanien, Asien) zugeordnet. Beim Aufbau von Helden, Stars und Sternchen bleibt die Orientierung wieder sehr eng bei König Fußball: Nationalteam-Dressen und Pannini-Sticker-Sammelhefte inklusive. Starten soll das ganze bereits 2019 mit ersten Trainings- und Development-Programmen. In jedem Fall ein äußerst sportliches Programm.

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