Der Goldhamster

Während der Australier Matthew Belcher sein achtes WM-Gold im 470er holt, müssen sich David Bargehr und Lukas Mähr mit dem Sieg in der Silberflotte begnügen. Das Nationenticket für Olympia bleibt damit außer Reichweite.

Das österreichische 470er-Duo David Bargehr und Lukas Mähr hat bei der vor Enoshima ausgetragenen Weltmeisterschaft in der Silberflotte noch einmal kräftig aufgezeigt. Mit einem Sieg aus den letzten drei Wettfahrten sicherte sich das OeSV-Gespann den deutlichen Gewinn der Silberflotte und damit den 27. Endrang. Niko Kampelmühler und Thomas Czajka beendeten die Regatta als 38. Boot im Klassement. Das angepeilte Nationenticket für Olympia 2020 in Tokyo konnte vorerst nicht erreicht werden. Das letzte verbleibende Ticket für ein europäisches Boot wird nächstes Jahr beim Weltcup in Genua vergeben. Als härteste Konkurrenten um den verbleibenden europäischen Platz gelten unsere Nachbarn aus der Schweiz, Deutschland und Ungarn.

Den eigentlich unfassbaren achten Weltmeistertitel holt der Australier Matthew Belcher, zum bereits fünften Mal mit Vorschoter Will Ryan. Warum die Japaner für die Olympischen Spiele in Tokyo 2020 all ihre Kraft in den Verbleib der beiden Bewerbe zumindest für die kommende Spiele geworfen haben, zeigen die Ergebnisse aus Sicht des Veranstalterlandes: Bei den Damen geht Silber an Ai Kondo Yoshida und Miho Yoshioka, drei Punkte fehlen nach zwölf Durchgängen auf Hannah Mills/Eilidh McIntyre. Im Herrenbewerb beendet das beste japanische Team zwar die WM „nur“ auf Rang neun, vier Mannschaften bis Platz 17 zeigen aber die Stärke in der Klasse allemal eindrucksvoll auf.

Die Gesamtergebnisse gibt es unter: https://2019worlds.470.org/en/default/races/race-resultsall

Fotos: Int. 470 Class Association

Bargehr/Mähr am Weg zum Sieg in der Silberflotte im Olympiarevier von Enoshima. Am Ziel, Österreich in der 470er-Herrenklasse für die Olympischen Spiele zu qualifizieren segelten sie jedoch klar vorbei.

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