Zuerst waren die Zweifel, dann kam Staunen. Jetzt stehen die neuen AC75 in Auckland unmittelbar vor ihren ersten Wettfahrten. 

Mit dem Sieg des neuseeländischen Teams im Sommer 2017 auf Bermuda über die amerikanischen Titelverteidiger war eines klar: beim nächsten America’s Cup wird alles anders. Aus Prinzip. Und eigentlich war es Wahnsinn. Die Teams und ihre fliegenden Katamarane, die am Ende des letzten Cup-Bewerbes dann letztendlich sportlich spannende und technisch einzigartige Rennen ablieferten, mussten eingemottet werden. Aus zwei mach eins, von zwei Rümpfen zurück zu einem, zurück zum Ursprung, . Fast zumindest. Denn natürlich haben die ab morgen erstmals im Renneinsatz stehenden AC75-Geschosse mit den einstigen America’s Cup-Yachten weder technisch noch im Wettkampf taktisch etwas gemein. Unabhängig davon bleibt der Cup aber „das“ Duell zweier Boote schlechthin. Aber selbst vom taktischen Ansatz her haben die foilenden Monohulls (oder auf gut Deutsch: Einrumpfboote) aufgrund ihres Geschwindigkeitspotentials nichts mit klassischem Match Race segeln zu tun.

Einfach nur: WOW!

Lass dich überraschen
Das Um und Auf wird der Geschwindigkeitsunterschied, sobald die Yachten abheben, also zum Foilen kommen. Das war natürlich bei den „fliegenden“ Katamaranen auch schon so. Wie sich Handling und daraus folgend die Taktik im „head to head“ der Boote entwickeln, wird spannend zu sehen sein. Und – wie schon zuletzt – einer extrem steilen Lernkurve unterworfen sein. Denn ab dem 17. Dezember kommt es im Rahmen der „Prada America’s Cup World Series“ zum ersten wettkampfmässigen Aufeinandertreffen der drei Herausforderer aus England, Italien und den USA mit den Titelhaltern aus Neuseeland. 

Das fliegende 75-Fuss-Monster der amerikanischen Herausforderer von „American Magic“.

Nachdem in Neuseeland der „Cup“ eine nationale Angelegenheit darstellt, versuchen die Organisatoren auch einen möglichst breiten und einfachen Zugang zu der wohl berühmtesten Regatta der Welt zu ermöglichen. Via Internet gibt es Live-Übertragungen auf der Website www.americascup.com sowie auf den zugehörigen Kanälen von YouTube und Facebook. Für den gesamten deutschsprachigen Raum hat sich Servus TV die Streaming-Rechte gesichert und zeigt auch schon die World Series. Wo der Haken an der Sache ist? Naja, die Zeitverschiebung nach Neuseeland. Also beginnen die Übertragungen  jeweils ab 03 Uhr in der Früh… . 

Fotocredits: Sailing Energy / American Magic

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