Ein großer Schritt nach vorn

Resümee wurde knapp eine Woche nach der Rückkehr in Wien gezogen. 

„Wir sind über die beiden Quotenplätze sehr glücklich und stolz auf die Sportler“, eröffnete Präsident Mag. Herbert Houf die Pressekonferenz. „Die Ausgangssituation war schwierig, da die Teams völlig neu zusammengestellt waren. Die Silbermedaille von Tanja und Lorena im 49erFX war ein großartiger Erfolg, mit dem wir im Vorfeld nicht rechneten. Auch Thomas Zajac und Barbara Matz erfüllten die hohen Erwartungen und lösten das Nationenticket für die olympischen Spiele in Japan. Wir haben den Generationenwechsel erfolgreich hinter uns gebracht und sind zuversichtlich, die Tickets im 470er und 49er auch noch lösen zu können.“

Im Bild (v.l.n.r.): Lorena Abicht und Tanja Frank (49er-FX), Matthias Schmid (Head of Sports), Mag. Herbert Houf (OeSV-Präsident), DI Georg Fundak (Sportdirektor), Thomas Zajac und Barbara Matz (Nacra17). Foto: Kurt Schmidsberger

Mit dem Medaillengewinn in der 49er-FX-Klasse der erst seit 22 Monaten zusammen segelnden Tanja Frank und Lorena Abicht überraschte das Duo vom Union Yacht Club Neusiedlersee nicht nur Sportdirektor Georg Fundak, sondern auch sich selbst. “Wir haben in Aarhus Silber gewonnen und nicht Gold verloren“, geht Tanja Frank kurz auf das abschließende Medalrace ein. Sich bei der ersten Möglichkeit, zwei Jahre vor den Spielen, zu qualifizieren, macht die Vorbereitung auf Tokyo um vieles einfacher. Jetzt gilt es den Fokus voll auf die Vorbereitung zu legen. Mit Japan verbinden wir bereits viel Positives, haben wir doch in diesem Revier unsere erste Weltcup-Medaille gewonnen “, ist der Blick der  Steuerfrau bereits in die Zukunft gerichtet. „Trotz unseres Erfolges muss ganz klar gesagt werden: wir haben im ersten Schritt die Klasse für Österreich qualifiziert, es sind noch zwei weitere, starke heimische Teams unterwegs. Wir haben den Grundstein für uns gelegt, sind aber noch nicht in Tokyo angekommen“, ergänzte Vorschoterin Lorena Abicht. Dazu lösten Thomas Zajac und Barbara Matz in der Klasse der Nacra17 mit dem siebenten Platz in Aarhus das zweite Nationenticket für den OeSV. „Obwohl Barbara neu im Boot ist, arbeiten wir bereits sehr gut zusammen. Es ist wichtig, dass wir jetzt viel Zeit in Tokyo verbringen“, zeigt sich der Bronze-Medaillen-Gewinner von Rio weiter erfolgshungrig.

Noch dieses Wochenende geht es für zwölf Segler und zehn Betreuer nach Japan zur Vorbereitung ins Olympiarevier. Zwei Container sind für den fünfeinhalbwöchigen Aufenthalt bereits vor Ort. Während sich die Teams im Nacra 17 und 49er FX bereits auf die olympischen Spiele vorbereiten können, ist bei den 49ern (Benjamin Bildstein/David Hussl) und 470ern (David Bargehr/Lukas Mähr) das erklärte Ziel, die Quotenplätze bei den nächsten Gelegenheiten zu erobern.

Roland Regnemer

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