Mehr als der Ehrenpunkt war für INEOS Team UK nicht zu holen. Ab 06. März geht Luna Rossa Prada Pirelli im America’s Cup auf die älteste Sporttrophäe der Welt los.

Mehr als der Anstandspunkt war dem INEOS Team UK nicht gegönnt. Bei Bilderbuch-Segelbedingungen demonstrierte Luna Rossa Prada Pirelli eindrucksvoll, warum sie sich in den letzten Wochen völlig zu Recht den Platz im America’s Cup gegen die Neuseeländischen Titelverteidiger ersegelt haben. Das gesamte erste Rennen des mithin letzten Tages des Prada Cup Finales war seitens der Italiener eine Sondervorstellung an Präzision und Souveränität. Am Papier und von der Form her verloren sie zwar den Start, doch Ainslie und Co fehlte im letztendlich schwächeren Boot bei den herrschenden Bedingungen der letzte Punch. INEOS begnügte sich mit der sicheren Leeposition und einem Procedere mit dem sie ihr bisher einziges Rennen gewinnen konnten. Doch Spithill, der Steuermann auf der Steuerbordseite des italienischen AC75 konnte sich bis zur Grenze des Regattagebietes in Luv halten, beide Teams wendeten im Gleichschritt und Bruni, der zweite Steuermann von Luna Rossa spielte den winzigen, aber bedeutsamen Speedvorteil gnadenlos aus. Die Briten mussten – anders als die Italiener – vorzeitig wegwenden und damit war das Rennen gelaufen. Nach sechs Runden schafften es die Engländer gerade einmal den Rückstand knapp unter zwei Minuten zu halten.

Das gewohnte Bild des Prada Cup Finales: Luna Rossa Prada Pirelli kontrolliert INEOS Team UK.

Dritter Anlauf auf den Cup
Das zweite Rennen bot beim Start dann noch einmal alles, was den Segel- und Match Race Sport so richtig ausmacht. Ein beinhartes aber immer faires Duell, mit einem eiskalten Ben Ainslie, der mit Nachrang wenige Meter vor dem Bugspriet von Luna Rossa kreuzt. Doch selbst der im Übereifer selbstverschuldete Frühstart der Italiener samt Penalty konnte sie nicht mehr aufhalten. Das erste Crossing holte noch INEOS Team UK, dann war es vorbei. Ob auf der rechten oder linken Seite des Kurses, Luna Rossa machte überall Meter gut. Am ersten Luv-Gate waren es bereits wieder über 100 Meter Vorsprung. Und die Show damit am Ende.

Es lässt sich gut feiern, mit dem Eintrittsticket für den America’s Cup in der Hand.

Jetzt stehen die italienischen Challenger of Record zum dritten Mal im America’s Cup. Diesmal soll die Kanne wirklich in den Süden Europas geholt werden. Am 06. März geht es weiter, besser gesagt – so richtig los.

Fotocredit: America’s Cup

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