Fliegende Holländerin?

Die erste Cup-Steuerfrau steht ante portas. Und während die Herausforderer aus England und den USA bereits auf kleineren foilenden Monohulls zu sehen sind, gibt es vom Verteidiger aus Neuseeland lediglich Trainingsfotos am 49er und foilenden A-Cats.

Es sind noch zwei Jahre bis zur 36. Auflage des America’s Cups. Vieles deutet darauf hin, dass mit der Niederländering Carolijn Brouwer erstmals eine Frau das Steuer einer Herausforderer-Yacht in der Hand haben könnte. Die zwei Mal zur Weltseglerin des Jahres gewählte Volvo OCean Race Siegerin gehört zu den Cup-Newcomern aus den Niederlanden. Sie stellt sich der teaminternen Ausscheidung um den Platz am Ruder. „Ich hatte zwei seglerische Träume, das Volvo zu gewinnen. Und den Cup. Meine Stärken liegen beim Steuern oder dem Segeltrimm, es macht keinen Sinn, mich am Bug einzusetzen“, gibt sich die dreifache Olympiateilnehmerin selbstbewusst.

Bluff oder Rückstand bei den Cup-Verteidigern?

Team Ineo UK fliegt seit Monaten, American Magic hat in den letzten Tagen Fotos und Videos von foilenden Runden auf ihrem Monohull. Dabei haben die Amerikaner als erstes und einziges Team voll ausgereizt und designmäßig eine stark verkleinerte Version der AC75 entwickelt. American Magic Skipper Terry Hutchison zeigt sich vor allem auf Grund der gezeigten Performance am Wasser begeistert: „Wir schaffen bereits einen ganzen Kurs, ohne aus dem Flugmodus zu fallen. Passender Wind natürlich vorausgesetzt. Unglaublich, wie schnell das Team gelernt hat und jetzt performed.“

Währenddessen freut sich das Emirates Team New Zealand regelmäßig online und auf den sozialen Medien über neue Partner und Meilensteine in der Organisation rund um den Cup, zu den seglerischen Entwicklungen gibt man sich bedeckt. Ob dann in den nächsten Monaten mit dem Launch der ersten Yacht im Originalformat der Big Bang der Kiwis folgt? 

Fotocredit: American Magic, World Sailing

Carolijn Brouwer im Rahmen der Verleihung zum Titel “World Sailor of the Year” 2018 in den USA.

 

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