Florida, olympisch

Streng genommen hat der aktuell Segel-Weltcup in den Olympischen Klassen bereits im September des Vorjahres im Olympia-Revier in Japan begonnen. Doch Ende Jänner steht in Miami der erste Event des Jahres 2019 am Programm.

Die rot-weiß-roten Erinnerungen an die letztjährige Auflage sind durchwegs positiv. Tanja Frank/Lorena Abicht landeten, so wie Thomas Zajac/Barbara Matz, am Stockerl. Zu den beiden dritten Plätzen kam mit Platz fünf von Benjamin Bildstein und David Hussl noch ein weiterer Spitzenplatz. Die Erwartungshaltung ist entsprechend hoch, konnten vor allem die beiden Medaillengewinner von Rio 2016 in ihren Klassen ihre Form auch im Laufe des letzten Jahres immer wieder unter Beweis stellen.

 

Tanja Frank und Lorena Abicht im roten Trikot am Weltcup-Podium in Miami im Jänner 2018.

Für das österreichische Nationalteam begann dann nach Japen Ende September die regattafreie Zeit. In dieser wurden sowohl die körperlichen Grundlagen in der Kraftkammer gelegt, als auch viel am Wasser gearbeitet – bis kurz vor Weihnachten absolvierten alle Teams zwei große Trainingsblöcke. „Die Vorbereitungen sind sehr positiv verlaufen, wir haben auch alle möglichen Bedingungen gehabt. Im Vergleich zu den letzten Jahren war niemand krank oder verletzt, wir konnten unser Programm am und abseits des Wassers voll durchziehen. Wir hatten zuletzt einen starken Fokus auf Technik und Manöversicherheit. Die Stimmung im Team ist gut“, berichtet Sportdirektor Georg Fundak. Am 8. Januar erfolgte der Abflug nach Miami, nach einem kurzen Trainingsblock stehen die Nordamerikanischen Meisterschaften (Mid Winter Regatta) sowie der erste Weltcup des Jahres auf dem Programm. Erstmals mit an Bord sind Laura Farese und Matthäus Zöchling, die im Oktober noch in der semi-foilenden Jugendklasse Nacra15 an den Olympischen Jugend-Sommerspielen in Buenos Aires/Argentinien teilnahmen.

 

Prominenter Besuch

Für das Newcomer-Team Farese/Zöchling gibt es äußerst prominente Unterstützung bei ihrer Premiere im Weltcupzirkus. So wird Doppelolympiasieger Roman Hagara rund 14 Tage mit dem Nachwuchs-Nacra-Team in Florida verbringen. Es ist sein erster Auftritt als Trainer im olympischen Segeln. Erfahrung im Motorboot und im coaching von Jugendteam in sehr schnellen Mehrrumpfbooten hat Hagara in den letzten Jahren als Sportdirektor des Red Bull Youth America’s Cup und der Red Bull Foiling Generation gesammelt.

Der Weltcup startet am 27. Jänner, die Nordamerikanischen Meisterschaften eine Woche davor.

Fotocredits: World Sailing

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