Flottillen für Fortschreitende | ocean7

Geführte Törns sind der ideale Urlaubsmodus für Skipper mit wenig (Revier-)Kenntnissen oder Familien mit Kindern. Flottillen können aber auch genutzt werden, um erfahrenen Skippern
Segelspaß in der Gemeinschaft zu bieten.

Die Idee ist so simpel und gut, dass es nicht lange brauchte, bis jemand den entsprechenden Geistesblitz hatte. Ende der 1960er-Jahre entwickelte sich der Segelcharter langsam zum Massenphänomen und schon Mitte der 1970er-Jahre starteten die ersten von Agenturen organisierten Flottillen, um synchron die Anker zu lichten.

Vor allem Segelnovizen sprach und spricht das Konzept des Flottillensegelns an. Man segelt auf
der eigenen Charteryacht in einer Gruppe von Yachten. Angeführt wird die Flottille von einer Begleityacht, die mit einer profes­sionellen Crew besetzt ist, immer mit einem revierkundigen Skipper und einem Mechaniker, meist auch mit einem Arzt. Großer Vorteil beim Segel­urlaub in einer Flottille: Es ist für alles gesorgt – reservierte Anlegeplätze, volle Diesel- und Wassertanks, organisierte Veranstaltungen, bis hin zur Auswahl der schönsten Badebuchten und einladendsten Strandrestaurants. 

Kein Gruppenzwang, aber Spaß in der Gruppe – das ist Flottillensegeln.

Die Entenfamilie

Neben Segeleinsteigern sind Familien mit Kindern die größte Klientel von Flottillenanbietern, finden die Kids doch beim gemeinsamen Baden in den Buchten oder Landgängen auf den anderen Booten sehr leicht gleichaltrigen Umgang.
Die beiden Zielgruppen haben gemeinsam mit Törns mit vielleicht etwas allzu stringenter Organisa­tion allerdings dazu geführt, dass Flottillensegeln bei erfahrenen Skippern den Hautgout von Entenfamilien bekam: Vorneweg die Entenmamma (= Führungsboot), dahinter eine diszipliniert aufgefädelte Formation von schnatternden Küken (= Kunden).  

Namhafte Flottillen-Anbieter wie etwa Yachtcharter Müller mit Sitz in Linz bemühen sich sehr, dieses Bild aus den Köpfen ihrer Kundschaft zu bringen und betonen, dass man als Mitsegler sehr wohl aus der Reihe tanzen darf. 
Für Thomas Hickersberger, ­Geschäftsführer von Yachtcharter Müller, bot das Flottillen-Image als einer in Reih und Glied segelnden Karawane die Möglichkeit, die Grundidee des gemeinsamen Segelns aufzunehmen und ihr ­einen anderen Spin zu geben.

Wie Hickersberger die Idee zu seinen Explorer-Törns kam und wie ein solcher abläuft, erfahrt ihr in der aktuellen ocean7-Ausgabe 4/2021  – Print-Ausgabe erhältlich im Abo, im ausgesuchten Einzelhandel und auf Bestellung in jeder Trafik. Und für alle unterwegs gibt’s das E-Paper für alle Geräte.

Fotos: Gernot Weiler, Yachtcharter Müller, Shutterstock

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