Am Freitag wird es ernst! Mit dem Prada Cup startet die Regatta um den Herausforderer des Emirates Team New Zealand. 

Die Zeit der Spielchen und das Vorgeplänkel gehören der – noch jungen – Vergangenheit an. Ab dem kommenden Wochenende geht es in Auckland richtig zur Sache. Mit dem Prada Cup startet das Rennen um den Sieg und damit den Platz im America’s Cup. Also um die Herausforderung der Titelverteidiger des “Emirates Team New Zealand”.

Worum es geht, lässt sich in Worten kaum beschreiben. Auch die Bilder der völlig neuen, fliegenden 75-Füsser geben nur einen bescheidenen Ausschnitt wieder. Am besten beschreiben es wohl die Worte des britischen Skippers und Team-Leaders, der vierfache Olympiasieger mit einer weiteren Silbernen in der Tasche: “Wir müssen den Schmerz beseitigen. Ihr fragt welchen Schmerz? Den, dass uns im Jahr 1851 die silberne Kanne entrissen wurde und wir seitdem noch nie den Cup zurückgewinnen konnten. Zurück nach England.”

Ineos Team UK kreuzt hinter Luna Rossa Prada Pirelli. Symptomatisch, auch für die kommenden Wochen?

Dabei sieht es für das Ineos Team UK nach den Testregatten vor Weihnachten nicht besonders gut aus. Als einziges Syndikat konnten sie an den drei tagen kein einziges Duell für sich entscheiden. Entsprechend wird ein offener Schlagabtausch um den Herausfordererplatz zwischen dem Challenger of Record, also Luna Rossa Prada Pirelli, und American Magic. Den Sieg holten sich die regierenden Cup-Sieger aus Neuseeland, also die Hausherren. Abzuwarten ist, wieviel die zahlreichen Duelle der Herausforderer im Rahmen des Prada Cups an Know How und Wettkampferfahrung bringen. Oder, ob die Gefahren durch den intensiven Gebrauch der fliegenden Gerätschaft, die Lerneffekte zunichte machen. Siehe die Kenterung beim Training des Emirates Team New Zealand vor wenigen Tagen.

Die Titelverteidiger aus Neuseeland tauchen ab, unfreiwillig. Die Engländer brausen mit rund 40 Knoten daran vorbei.

Fotocredits: America’s Cup, Team Luna Rossa Prada Pirelli, Team Ineos UK

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