erlauben wir uns, bekannt zu geben: Sie findet statt, die weltweit wichtigste Süßwasser-Regatta. 

Ja, sie ist wirklich ein Ereignis. Die Bol d’or Mirabaud hat alle Zutaten, die es für Legenden und Geschichten zu erzählen braucht. In den Räumen des veranstaltenden Clubs stand bereits die „hässlichste Teekanne der Welt“, also der America’s Cup. Mit Ernesto Bertarelli hat sich der Macher hinter dem Schweizer Segelwunder rund um das Team „Alinghi“ bereits siebenmal in die Siegerliste eingetragen, zuletzt im Jahr 2017. Im letzten Jahr war es ruhig am Genfer See, wie so vieles fiel auch die Schweizer Traditionsregatta der Pandemie zum Opfer. 

Auf dem Genfer See wird es mit Sicherheit wieder „wurlen“, an Land herrscht dafür unabhängig von Wind und Wetter wohl „Flaute“.

Für heuer stehen aber die Ampeln auf Grün. Am 12. Juni um 10 Uhr fällt der Startschuss – ohne Teilnehmerlimit, aber mit äußerst strikten gesundheitlichen Auflagen. Dazu wird es keine Festivitäten an Land geben, der französische Teil des Sees wird ausgelassen, auch das Gelände des veranstaltenden Clubs, der Société de Geneve, bleiben für die Öffentlichkeit geschlossen. Für die Teilnehmer gibt es – mittlerweile – gewohntes Procedere in der Vorbereitung. Alle Meldefristen vor Ort wurden erstreckt, das Wetterbriefing findet online statt und an der Preisverleihung sind nur je ein Vertreter pro Team erlaubt. Durchführung im Freien versteht sich von selbst. 

„Die festlichen und sozialen Aspekte der Veranstaltung wurden geopfert, aber wir haben keine Wahl. Wir werden zu den Ursprüngen der Regatta zurückkehren, es bleibt uns nichts anderes übrig. Ich bin dennoch überzeugt, dass alle Teilnehmer froh sein werden, wieder aufs Wasser zu kommen“, erklärt Rodolphe Gautier, Vorsitzender des Organisationskomitees. 

Titelfoto: Loris Von Siebenthal, Grafik: Bol d’Or Mirabaud

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