Schön wie der Wind | ocean7

Philippe Briand präsentiert mit der Konzeptstudie Kaze nicht nur eine moderne Ketch mit anmutigen Linien, sondern auch eine 60 m lange Luxusyacht, die selbst bei leichtem Wind angenehm zu segeln sein soll und die sogar ihren eigenen Strom nachhaltig produzieren kann.

Philippe Briand zählt zweifellos zu den bekanntesten, meistbeschäftigten und vielseitigsten Yacht-Designern der Gegenwart. Der 63-jährige Franzose hat Serien-, ­Super- und Rennyachten (darunter für den America’s Cup) entworfen und ist im Laufe seiner Karriere für stolze 175 Modelle verantwortlich gewesen. Insgesamt kreuzen auf den Weltmeeren über 12.500 Schiffe, die seine Handschrift tragen. 

Wenn so ein Großmeister seines Fachs bei einem neuen Entwurf ins Schwärmen gerät, das deutlich über das übliche professionelle Tamtam hinausgeht, dann muss das Objekt der Bewunderung schon etwas sehr Besonderes sein. Und das ist Briands Konzept einer 60 m langen Ketch im Luxussegment auf jeden Fall.

Die Kaze (auf japanisch: Wind) ist selbst für die bekannt eleganten Segelyachten aus Briands Feder außergewöhnlich anmutig. Die Renderings zeigen die schlanken, ausgewogenen Linien und das flache Kajütdach ­einer durch und durch modern aussehenden Yacht. 

Und dann natürlich: zwei Masten! Die Mehrzahl der Segelyachten im 60-m-Bereich begnügt sich mit einem, dann natürlich ziemlich mächtig ausfallenden Mast. „Es gibt aber viele gute Gründe, sich für ein Ketch-Rigg und nicht für eine hoch aufragende Slup zu entscheiden“, meint Briand. „Wir können zwar große Slups so entwerfen und konstruieren, dass sie mit den massiven Lasten des Riggs zurechtkommen, aber sie sind trotzdem unhandlich und schwerfällig zu segeln. Wo bleibt da das Vergnügen, die Freude, die Zugänglichkeit? Wenn man eine Yacht mit 500 BRT haben möchte, die sowohl zum Leben als auch zum Segeln geeignet ist, ist es sinnvoll, von einem Ketch-Design auszugehen!“

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