Kiwis siegen am Bodensee

Fünf Tage Weltklasse-Segelsport, ein großes Pfingstfest im Langenargener Gondelhafen, zehn Teams aus acht Ländern und mehr als 20.000 Zuschauer beim deutschen Duellsegel-Gipfel auf dem Bodensee.

Das 22. Match Race Germany ging am Pfingstmontag mit einem echten Segel-Finalkrimi über die volle Distanz von fünf Matches mit dem umjubelten Sieg des neuseeländischen Knots Racing Teams von Nick Egnot-Johnson vor begeistertem Publikum zu Ende. Die Kiwis besiegten im hochspannenden Finale die Schweizer Titelverteidiger um Steuermann Eric Monnin mit 3:2, obwohl sie schon 1:2 zurückgelegen hatten. Damit vereitelten die Neuseeländer auch Monnins Hoffnung auf den Hattrick nach Siegen in 2017 und 2018. Das kleine Finale gewann Max Gurgel’s Hamburger Team VmaxYachting mit 2:0 souverän gegen das slowenische Lumba Match Race Team von Dejan Presen. Für Physiker und „Boote-Flüsterer Max Gurgel bedeutete das ein „Happy End“ nach dem etwas unglücklich gegen die siegreichen Neuseeländer in nur einem Match verlorenen Halbfinale.

Eberhard Magg, der das Match Race Germany 1997 aus der Taufe gehoben hatte und gemeinsam mit Event-Direktor Harald Thier und dem Team vom Match Center Germany veranstaltet, ziehen zurecht eine positive Bilanz: „Wir hatten in diesem Jahr wieder eine tolle Mischung aus Routiniers wie Eric Monnin oder Dejan Presen, aber auch Junge Wilde aus Übersee am Start. Besonders haben mich der sportlich hochwertige Auftritt der Neuseeländer bei ihrer Premiere und die Hamburger um den cleveren Steuermann und Physiker Max Gurgel beeindruckt. Unser Konzept, zukünftigen Stars des Segelsports mit dem Match Race Germany ein Karriere-Sprungbrett zu bieten, werden wir auch in Zukunft beibehalten.“

Mit dabei war auch Österreichs Match Race Nummer 1. Für das Team um Steuermann und Skipper Max Trippolt war es geplant der einzige Auftritt auf der großen Match Race Bühne für heuer. War das Team-Trippolt letztes Jahr um diese Zeit auf ihrem”all-time-high” im Match Race Ranking, konkret pendelten sie zwischen Platz 11 & 12 (!), so musste die Vorarlberger aufgrund beruflicher und privater Ausrichtungen seglerisch sukzessive zurückstecken. Entsprechend ging es auch im Ranking zurück. Seine Nominierung unter den ganzen Top-Match Racern rechtfertigte Max Trippolt mit einem starken sechsten Gesamtrang beim Match Race Germany. Was natürlich Lust auf mehr machen würde, wenn… da nicht noch die anderen laufenden Verpflichtungen des Lebens wären… .

Fotocredits: Felix Kästle / Match Race Germany

 

Knappe Entscheidungen, spannende Races am Bodensee. Das ist Match Race pur!
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