Massenstart!

Stell dir vor es ist Wind. Und 1.200 Surfer wollen gleichzeitig über die Startlinie. Dann heißt es einfach wieder: Defi Wind!

Es ist mit Abstand der größte Windsurf-Event der Welt. Über 1.200 Starterinne und Starter aus – heuer – 47 Nationen. Von Russland bis Spanien, einfach von überall. Schon traditionell reisten auch einige der besten heimischen Starkwind-Windsurf-Cracks nach Südfrankreich. Genauer gesagt an den Strand von Gruissan. Dazu gesellte sich rot-weiß-roten Truppe unter Windsurfing-Austria Obmann Christian Bratsch auch der rot-weiß-rote Slalom-Weltcupper Marco Lang.

 

80km, täglich!

Ausgeschrieben sind pro Tag zwei Rennen, pro Race stehen 40km im Up-and-Down an. Gestartet wird hinter einem Motorboot im berühmt (und berüchtigten?) Hasen- oder Torstart. Dazu jede Menge Sicherungsboote, jenseits der 50, um die 10km lange Strecke in Richtung offenes Meer abzusichern. Dazu eine Abgrenzung nach außen mit Bojen, als „Rettungsanker“, sozusagen. Angesichts des heurigen „Leichtwindes“ mit rund 20 Knoten am einzigen Renntag Gott sei Dank alles sicher, aber nicht notwendig. „Die Bedingungen sind mir natürlich voll entgegen gekommen. Obwohl ich normalerweise deutlich größere Boards unter den Füssen habe. Einfach unglaublich, was sich da am Wasser bewegt“, so der Oberösterreicher Lang nach seinem zweiten Platz beim heurigen Defi Wind. Der Sieg ging an den Lokalmatador Nicolas Warembourg, auf Rang sechs der Ergebnisliste findet sich auch noch ein gewisser Herr Björn Dunkerbeck. Sozusagen im Sog der Legende finden sich noch einige weitere Slalom-Pros, unter anderem Cyril Moussilmani, Pascal Toselli oder Julien Quentel. Ja, und Christian Bratsch schaffte es mit Platz 354 locker ins erste Drittel.

Alle Ergebnisse und viele Fotos finden sich unter:

https://www.windmag.com/defi-wind

 

Marco Lang lässt etwas mehr als 1.000 Windrufer hinter sich, nur Nicolas Warembourg war schneller. (Fotocredits: Defi Wind/Jean Souville)
Das Bild zum Titel: Massen-Hasen-Start.
Diesen Beitrag teilen: