Die Santa ­Maria, die Bounty, Admiral Nelsons HMS Victory, die HMS Beagle, auf der Charles Darwin seine Evolutions­theorie entwickelte, die SMS Novara, die von 1857 bis 1859 die Welt um­segelte, und die 1912 untergegangene Titanic: Oszkár Susányi hat sich durch mehrere Jahrhunderte Schiffsgeschichte gearbeitet. Der in Gyál am südöstlichen Stadtrand von Budapest lebende Ungar baut seit 25 Jahren ­legendäre Schiffe im Maßstab 1:200 (etwa die Titanic) bis 1:20 (Ruderboot) bis ins kleinste Detail nach und hat es darin – meh­rere erste ­Plätze bei namhaften Wettbe­werben beweisen es – zu großer Meisterschaft gebracht. 

Was es dazu braucht, historische Schiffe so detailgetreu im Kleinen ­wieder auferstehen zu lassen? „Präzi­sion, Geschicklichkeit, Ästhetik, Kreativität, Spaß, Freude, Geduld, Talent und Hingabe“, zählt der 66-Jährige auf. „Wenn man das alles hat, dazu noch etwas Willenskraft und viel Zeit, kann so ein Schiffsmodell entstehen.“

Oszkár Susany und seine SMS Novara.

Eines der letzten fertig gewordenen Modelle ist die österreichische Weltumseglerin SMS Novara – eine im ­Auftrag der k. u. k. ­Marine gebaute Fregatte, die 1866 auch in der Seeschlacht bei Lissa zum Einsatz kam. Das (in 18 Monaten gefertigte) Meisterwerk wird nun um 9.900 Euro zum Kauf angeboten, eigene Wunschmodelle können ebenfalls angefragt werden. Interessenten wenden sich per
E-Mail (deutsch oder englisch) an kondor@kemia.at

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