Miami Heat

Eine Woche nach der nordamerikanischen Meisterschaft geht es für Österreichs 470er-Nationalteam mit dem am Montag beginnenden Weltcup vor Miami weiter. 

Das starke und 30 Boote umfassende Teilnehmerfeld ist für Bargehr/Mähr und Kampelmühler/Czajka ein erster Härtetest, bevor in drei Monaten die Entscheidung in der Olympia-Qualifikation fällt: Denn beim Weltcup vor Genua/Italien (13. bis 19. April 2020) wollen die OeSV-Boote das letzte verbliebene 470er-Nationenticket holen. Die Verhältnisse in Miami sind eine gute Vorbereitung, wie Lukas Mähr bestätigt: „Wir hatten die letzten Tage traumhafte, aber auch anspruchsvolle Bedingungen. Wir haben zunächst am Atlantik bei hohen Wellen und dann in der Bucht bei Flachwasser trainiert. Beide Gegebenheiten erwarten wir auch in Genua.“

Bargehr/Mähr mit Schwerpunkt auf Strategie und Taktik
Bei der nordamerikanischen Meisterschaft steigerten sich die beiden Vorarlberger von Tag zu Tag und belegten schlussendlich Rang zehn. Kurz darauf nahm das Duo vom Yacht Club Bregenz – wie auch ihre Teamkollegen – noch an einer Trainingsregatta teil. „Wir waren bislang jeden Tag am Wasser. Es macht uns Spaß und wir nutzen jede Trainingseinheit voll aus. Die Testregatta war für uns sehr aufschlussreich, wir konnten die Trainingsabläufe gut umsetzen und verfeinern“, erklärt Mähr vor Beginn des zweiten Weltcups in dieser Saison. Der erste von insgesamt vier Weltcup-Events wurde im August im Olympia-Revier von Enoshima ausgetragen. Dabei landeten Bargehr/Mähr auf Rang 15.

In den nächsten Tagen ist mit sehr wechselhaften Bedingungen und viel Wind zu rechnen. Der Schwerpunkt wird beim österreichischen Top-Boot auf Strategie udn Taktik liegen. „Wir fokussieren uns jetzt auf das Racen mit den anderen Booten. Wir haben zuletzt in Split sehr viel an unserer Technik gefeilt und viel in diese Richtung trainiert. Das ist jetzt abgeschlossen. Nun wollen wir den Schwerpunkt auf strategische Überlegungen und taktische Entscheidungen legen. Das kann man nur in großen, qualitativ hochwertigen Feldern – wie eben hier beim Weltcup – ausprobieren und umsetzen“, berichtet Steuermann David Bargehr.

Nächster Schritt bei Starkwind bei Kampelmühler/Czajka
Niko Kampelmühler und Thomas Czajka beendeten die Nordamerikanische Meisterschaft auf Rang 16. Am Abschlusstag fanden die beiden Wiener zu guter Geschwindigkeit und sammelten viele Erkenntnisse für den Weltcup. „Wir haben uns mit jedem Trainingstag verbessert. Unser Ziel für den Weltcup ist es auf jeden Fall, bei den angesagten Starkwind-Bedingungen einen weiteren Schritt nach vorne zu machen. Wir fahren voll drauf los, aber mit einem guten Plan dahinter“, berichtet Niko Kampelmühler, der beim Enoshima-Weltcup den 26. Rang holte.

Fotos: Sailing Energy / World Sailing, Gepa Pictures/Matthias Mandl

Diesen Artikel teilen