… Österreichs 470er-Herren David Bargehr/Lukas Mähr und Nikolaus Kampelmühler/Thomas Czajka starten traditionell in Miami in das neue Segeljahr. Diesmal halten die beiden Boote die rot-weiß-roten Fahnen an der Südspitze Floridas alleine hoch. Denn die weiteren vom OeSV beschickten Klassen (49er, 49erFX und Nacra 17) halten zeitnah ihre diesjährigen Weltmeisterschaften im Februar in Geelong ab und weilen bereits zur Vorbereitung in Australien.

Mit zwei Regattasiegen in das olympische Jahr
Die 470er waren rechtzeitig für Weihnachten zu Hause und konnten in der Heimat einige Tage Kraft tanken. Davor nahmen sie noch im Dezember an der Imperia Winter Regatta (Italien) und am Palamos Christmas Race (Spanien) teil. Bargehr/Mähr konnten beide Regatten gewinnen, Kampelmühler/Czajka landeten auf den Plätzen zwei und drei. „Es ist immer ein tolles Gefühl eine Regatta zu gewinnen. Wir wissen diese Ergebnisse aber auch einzuschätzen. Beide Wettkämpfe waren sicher nicht top besetzt, das wird jetzt in Miami anders ausschauen“, ist sich Steuermann David Bargehr bewusst. Die am Freitag beginnenden offenen Nordamerikanischen Meisterschaften sind der erste Vergleich mit der internationalen Konkurrenz seit einigen Monaten, von 19. bis 26. Januar geht es anschließend mit dem Weltcup weiter.

Auch Nikolaus Kampelmühler und Thomas Czajka profitierten von den zwei Regatten Ende des Jahres. „Die zwei Regatten in Italien und Spanien waren enorm wichtig für uns, um in den Wettkampfmodus zu kommen. Im vergangenen Jahr hatten wir eine relativ lange Regatta-Pause zwischen dem Weltcup in Japan und Miami, dem wollten wir diesmal entgegenwirken“, erklärt Steuermann Nikolaus Kampelmühler.

Wettkampfsegeln hat oberste Priorität
„Wir sind sehr früh angereist und waren am Mittwoch zum ersten Mal am Wasser. Wir konzentrieren uns voll auf das Wettkampfsegeln, das ist ein wichtiger Teil unserer Gesamtstrategie für dieses Jahr“, erklärt Vorschoter Lukas Mähr in Hinblick auf den entscheidenden Weltcup vor Genua von 13. bis 19. April. Dann haben die österreichischen Boote die dritte und letzte Möglichkeit das Olympia-Nationenticket zu holen und den OeSV nach Nacra 17, 49erFX und 49er auch im 470er für Tokyo 2020 zu qualifizieren. „Nach der Weltmeisterschaft in Japan haben wir unsere große Analyse gemacht und mit vielen Leuten gesprochen. Wir haben einen guten Plan erstellt, den wir bis Genua durchziehen werden. Wir wissen, was es braucht“, ist sich Mähr sicher.

In der Vorbereitung auf die nächsten Aufgaben kommt den OeSV-Booten auch die Trainingspartnerschaft mit den Amerikanern Stuart McNay und David Hughes, die bei den Olympischen Spielen 2016 den vierten Platz holten, zugute. „Es ist super, dass wir mit ihnen trainieren können. Hier in Miami profitieren wir natürlich auch von der Infrastruktur, die sie uns bieten. Sie kennen sich in diesem Revier sehr gut aus und wissen, wie die Winde funktionieren. Das macht es natürlich auch schwieriger sie zu schlagen, ist aber auch für uns von Vorteil“, so Bargehr.

Fotos: GEPA, Tobias Störkle

Spitze Raume für einen Spitzenplatz: Kampelmühler/Czajka wollen sich wieder in der Weltspitze zeigen.

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