Eine seglerische Großveranstaltung unter COVID-Bedingungen – der Attersee Grand Prix zeigte wie es geht.

Eine Teilnehmerzahl von knapp über zweihundert Personen, machte neben einem Covid-19-Präventionskonzept auch noch andere Änderungen zur Austragung notwendig: Beim 30. Attersee-Grand-Prix gab es weder eine Steuermannbesprechung noch eine gemeinsame Siegerehrung. Das beliebte Seglerfest am Abend im Festzelt wurde abgesagt, das obligatorische Segleressen wurde in der Reihenfolge des eintröpfeln im Club nach dem Zieldurchgang eingenommen. Um Menschenansammlungen zu vermeiden wurde das „Schwarze Brett“ ins Internet verlegt, auch Ergebnislisten gab es nur Online.

Dicht gedrängt, aber mit Abstand: Die knapp 60 Teams beim Start zum heurigen Attersee Grand Prix.

Seglerisch folgte der 30. Attersee-Grand-Prix aber den traditionellen Vorgaben. Der Start erfolgte um 10:00 Uhr vom Startturm des Union-Yacht-Club Attersee. So wie oft gab es zu diesem Zeitpunkt wenig bis gar keinen Wind. Kurz nach dem Start kam Südwind auf und brachte die Boote rasch zur ersten Wendemarke nach Parschallen. Die führenden Boote beendeten die erste Runde, die noch nach Kammer und wieder zurück nach Attersee führte, innerhalb von zwei Stunden. Dann war die Kraft des Südwinds zu Ende und damit wurden die Boote deutlich langsamer: Für die zweite Runde die nach Weyregg noch einmal nach Kammer und wieder zurück nach Attersee führte – diese Runde war etwa ein Drittel so groß wie die Erste – benötigte das schnellste Boot etwa 2 ½ Stunden. Zusätzlich setzte in der zweiten Hälfte der Regatta auch der Regen wieder ein und machte den Attersee-Grand-Prix, der ja Teil der Long-Distance-Challenge ist, zu einer echten Herausforderung. 

Erstes Boot im Ziel war die Libera „Teekanne“ die von Tobias Böckl (UYCAttersee) gesteuert wurde. Nach berechneter Zeit, hier wird die mögliche Performance des Bootes berücksichtigt, verdrängte sie die Sunbeam 30 von Norbert Achleitner (UYCAttersee), ein echtes Familienfreizeitboot, auf den vierten Platz. Berechnet Zweite wurde die Esse 850 von Markus Boesch (UYCAttersee). Den Gesamtsieg errang die Brenta 30 pilotiert von Manfred Schönleitner (UYCAttersee) mit etwa drei Minuten Vorsprung. 

Den Sieger in die Mitte genommen: Der Sieger nach Yardstick Manfred Schönleitner zwischen Moderne und Tradition.

Alle Fotos: UYCAs/Sophie Hollerweger

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