Nächster Versuch – 2020

Eine abgerissene Genua zwang Norbert Sedlacek zum Abbruch seines vor einer Woche gestarteten Weltrekordprojektes Ant-Arctic-Lab. Er kehrte am Sonntag aus eigener Kraft in den Heimathafen Les Sables d’Olonne zurück.

Er war südwestlich von Irland und gerade einmal fünf Tage unterwegs. Ein nächtlicher Sturm riss die Genua los, diese schlug gegen das Rigg, verfing sich in der Folge unter dem Kiel sowie dem Ruder. Erst dann gelang es Norbert Sedlacek, das Vorsegel loszuschneiden. Direkte, schwere Schäden konnten damit verhindert werden. Angesichts der weiteren, rund 34.000 Seemeilen, entschloss sich Sedlacek zuerst für einen Stopp, dann zur Rückkehr nach Les Sables d’Olonne.

Am Sonntagnachmittag, fast exakt sieben Tage nach dem Start, kehrte Sedlacek aus eigener Kraft und ohne fremde Hilfe zurück in seinen Heimathafen. Sein gesamtes Team begann bereits am Montag am frühen Morgen mit einer umfangreichen Schadensanalyse. Da sich sie Genua 1 nach einem „Touch-Down“ gefährlich in der obersten Steuerbordsaling verfangen hatte, galt das besondere Augenmerk der Salingverbindung zum Mast. Leider zeigen sich dort einige Haarrisse, somit müssen alle betroffenen Teile mittels Röntgenstrahlung untersucht werden. Zudem müssen diverse Montageteile am Bugspriet, die Genua 1 inkl. ihres Stockers und auch der Bugkorb erneuert werden. Bugspriet und die angrenzenden Rumpfteile zeigen erfreulicherweise keinerlei Beschädigungen.

Der Zeitplan für heuer ist damit definitiv nicht mehr einzuhalten, der zweite Anlauf muss daher auf 2020 verschoben werden. 

Die Nachrichten von der Überprüfung des Kohlefaser-Mastes waren leider keine guten…
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