Palagruža und retour

Es ist die 12. Auflage, also wird das Dutzend heuer vollgemacht. Es geht um 380 Seemeilen Nonstop, einmal um den namensgebenden Felsen. Und zurück nach Biograd.

Der Startschuss fällt am 08. April, also montags, um 12 Uhr. Geschlossen wird das Ziel am kommenden Freitag. Wer bis dahin nicht von Biograd einmal Backbord um die Insel  Palagruža herum und wieder zurück ist, wird nicht gewertet. Der Streckenrekord liegt bei etwas mehr als 50 Stunden, da war es von Start bis Ziel recht windig. Mit der aktuellen Einheitsklasse stehen 82 Stunden und 37 Minuten zu Buche. Noch. Für Organisator Ronnie Zeiller ist es kein Rennen wie jedes andere. Logisch, zeichnet er sich doch verantwortlich. Und nimmt auch Teil. Er blickt gerne zurück, auf „nur eine Bahnabkürzung, weil einfach über Tage hinweg zu wenig Wind war“. Auf den für ihn herausragenden Teilnehmer. Also Round Palagruža Veteran und Finisher in allen ausgetragenen Regatten, Ernstl Glanz. „Kein Palagruža versäumt, mittlerweile legendär – auch, aber nicht nur – dank seines Kofferraums voller Würstl, die gemeinsam am Steg verputzt werden“. Und er sieht die Geschichte des oft als „härtesten Segelregatta Österreichs“ bezeichneten Rennens als eine Geschichte parallel zur Entwicklung des rot-weiß-roten Know Hows auf hoher See. „In den ersten Jahren waren wir eigentlich Abenteurer, vieles wurde locker angegangen. Das hat sich geändert. Die Seemannschaft und das Handling der Yachten haben sich dramatisch gesteigert. Gott sei Dank.“

Bereits zum 12. Mal in Folge stellen sich also RPC-Veteranen und neue Freunde in der zweiten Aprilwoche den Herausforderungen des mittlerweile legendären Round Palagruža Cannonballs. Ausgerüstet mit Gennaker und Spinnaker wird heuer in einer 20 Boote starken Bavaria 41s Einheitsklasse die umgerechnet rund 700 Kilometer lange Strecke in Angriff genommen. Sie führt die 152 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nonstop rund um die einsame Felseninsel Palagruža, die, weit weit draußen am offenen Meer, irgendwo zwischen Kroatien und Italien unerbittlich den Elementen trotzt. 

Die Regeln sind klar definiert: der Weg führt hinaus auf die offene Adria. Nonstop. Bei Tag und bei Nacht und jeder Wetterlage. Temperaturen im einstelligen Bereich und eine aufgewühlte See gehören so früh in der Saison ebenso dazu wie schlaflose Nächte auf der Kante, während es bei Spitzen von 30 bis 40 Knoten hart am Wind Richtung Palagruža geht.

Mitverfolgt werden kann das Round Palagruža Cannonball auch heuer wieder ganz bequem vom Bildschirm aus, atellitentracking sei Dank. Alle relevanten Links und Infos dazu finden sich auf www.roundpalagruza.at

 

Die Ruhe vor dem heurigen Sturm. Die Marina von Biograd aus sicherer Entfernung gesehen. Bei traumhaften Frühlingswetter. 
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