Der Titel ist Motto und Name der heute beginnenden “Pre-Olympics” in Enoshima, Japan. Segler, Wettfahrtleiter und Organisationsteam üben für den “Ernstfall” Olympia nächstes Jahr. Beim Testevent „Ready Steady Tokio“ darf bis auf wenige Ausnahmen nur ein Boot pro Nation an den jeweiligen Klassen-Regatten teilnehmen. Für Österreich werden Thomas Zajac/Barbara Matz (Nacra 17), Benjamin Bildstein/David Hussl (49er), Tanja Frank/Lorena Abicht (49erFX) sowie im 470er David Bargehr/Lukas Mähr an den Start gehen. „Es hat schon einen kleinen Geschmack von Olympia. Es sind kleinere, aber sehr starke Teilnehmerfelder, das ist auch aus taktischen Aspekten sehr interessant. Wir wollen im Spiel dabei sein. Das große Ziel für nächstes Jahr ist, dass wir bis zum Schluss eine Chance auf Medaillen haben. Aufgrund der internen Ausscheidung sind die Pre Olympics und der anschließende Weltcup für die 470er und 49erFX-Boote von noch höherer Relevanz“, weiß Sportdirektor Matthias Schmid. Der Japan-Aufenthalt begann für die meisten OeSV-Athleten Anfang Juli, in diesem Zeitraum zeigten sich ganz verschiedene Witterungsbedingungen. Nach dem Ende der Regenzeit herrschte rasch Hitze mit hoher Luftfeuchtigkeit. In den letzten beiden Tagen mussten die Athleten aufgrund des Taifuns Krosa abseits des Wassers trainieren. Denn obwohl Enoshima nur die Ausläufe des Taifuns spürt, machten die Auswirkungen – sehr hohe Wellen und viel zu starker Wind – ein Segeln nicht möglich. Für den Auftakt der Pre Olympics ist erneut sehr viel Wind angesagt, in den darauffolgenden Tagen sollte dieser aber wieder abnehmen. „Wir legen einen großen Fokus auf die Meteorologie, in der Früh haben wir Wetter-Briefings und am Abend folgt die Analyse. Der Zeitraum rund um das Testevent ist besonders interessant, diese Bedingungen werden wir uns wieder ganz genau ansehen“, so Schmid. Zajac/Matz nehmen Top-Platzierung in Angriff, Frank/Abicht wollen Kontinuität wiederfinden Mit einem Sieg bei der Kieler Woche im Gepäck kamen Thomas Zajac und Barbara Matz nach Japan. „Ich bin gierig darauf, dass es wieder losgeht. Ich brauche und genieße den Wettkampf“, erklärt Zajac. Auf den Tag genau vor drei Jahren holte der Steuermann mit seiner ehemaligen Vorschoterin Tanja Frank in Rio Bronze.  „Bei den Pre Olympics 2015 waren wir im Medal Race. Ich will auch diesmal mit den Top-Nationen mithalten und in ein paar Wettfahrten ganz vorne reinfahren. Wir werden die Olympischen Spiele simulieren, dabei geht es auch um Meetings und Zeitabläufe. Nach der Regatta werden wir erörtern, was gut und schlecht war“, so Zajac. Die drei österreichischen 49erFX-Teams verzichteten Ende Juni auf einen Start bei der Kieler Woche, um noch mehr Zeit im Olympia-Revier verbringen zu können. Bei den Pre Olympics gehen nun die Vizeweltmeisterinnen Tanja Frank und Lorena Abicht für den OeSV an den Start. „Jeder Tag in Japan ist ein Plus, deshalb war es für uns sicher die richtige Entscheidung. Es ist immer gut zu wissen, was auf einen zukommen kann“, ist sich Rio-Bronzemedaillengewinnerin Frank sicher. Für das Duo vom Union Yacht Club Neusiedlersee ist das Teilnehmerfeld von rund 25 Booten eine Premiere. „Diese Anzahl haben wir davor noch nie gehabt, es wird taktisch sicher anders werden. Für uns ist diese Regatta ein Saisonhöhepunkt, wir wollen an unsere Kontinuität von Aarhus anschließen und zeigen, dass wir es uns verdient haben, beim Testevent zu segeln. Wir wollen uns auch die Sicherheit zurückholen“, erklärt Abicht. Die Pre-Olympics gehen bis Donnerstag, die aktuellen Ergebnisse finden sich unter: https://tokyo2020.org/en/special/readysteadytokyo/sailing/results/ Fotocredits: Tobias Stoerkle 
Bildstein/Hussl üben im Olympischen Revier, im Dezember soll vor Auckland das Olympiaticket gelöst werden.

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