Das BRS-System mit vier Säcken
Das BRS-System mit vier Säcken

BRS – Boat Rescue System, so nennt sich nicht nur ein slowenisches Unternehmen selbst, sondern auch gleich sein neues Produkt, das für den letzten DAME-Award nominiert war. Nomen est omen: Das Bootrettungssystem besteht aus einem einfachen, aber ebenso effizienten Ansatz. Mittels einer patentierten Düse bläst ein CO2-Feuerlöscher mit Luft und CO2 Auftriebssäcke auf, die bei starkem Wassereinbruch das Versinken des Schiffes verhindern sollen. Jeder Auftriebskörper fasst 850 Liter Luft und soll innerhalb von 30 Sekunden aufgeblasen sein. Dass das System nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis helfen soll, bestätigt SeaHelp-Chef Wolfgang Dauser: „Wenn die Auftriebskörper zur Größe des Schiffes richtig konfiguriert werden, lässt sich damit ein Sinken zuverlässig verhindern.“

SeaHelp nutzt das neue BRS-System
SeaHelp nutzt das neue BRS-System

Von 6 bis 20 Meter
Je nach Größe braucht man zwei bis zehn Auftriebssäcke, um das Boot an der Oberfläche zu halten. Ein sechs Meter langes Boot benötigt zwei Säcke, für eine 20 Meter-Yacht sind zehn nötig. Das BRS – also Ventil, Feuerlöscher und Auftriebskörper – wird als 2er-, 4-er oder 6-er-Set ausgeliefert, so kann sich jeder Eigner das für ihn passende Package zusammenstellen. Die Preise beginnen bei 730 Euro plus Umsatzsteuer.
Lohnt sich der Kauf des Sets? Im Fall der Unfälle auf jeden Fall! Denn bei erfolgreicher Verwendung des Systems spart man sich die extrem hohen Kosten der Bergung des Bootes vom Meeresboden. Zudem ermöglicht das System die Kontrolle und sofortige Beseitigung von gefährlichen Flüssigkeiten wie Motorkraftstoffen, Motoröl, Chemikalien, usw., was im Fall des Versinkens des Bootes nicht möglich wäre.
SeaHelp stattet jedenfalls seine Einsatzboote mit dem BRS aus. Nicht etwa, weil man befürchtet, die Rettungs-RIBs könnten sinken, sondern um Mitgliedern zu helfen. „Wenn die Gefahr besteht, die Einsatzkräfte könnten das havarierte Boot verlieren, werden wir künftig auf das BRS zurückgreifen, um auf der sicheren Seite zu sein“, so Wolfgang Dauser.

So funktioniert das BRS-System

BRS-Boat

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