Gastbeitrag: Der Versicherer Yacht-Pool warnt vor schweren Motorboot-Unfällen, bei denen Schwimmer verletzt oder sogar getötet werden.

Langsamer und umsichtiger fahren, bevor zu viele von diesen Schildern aufgestellt werden müssen! © Shutterstock

Über Unfälle mit schweren Verletzungen und auch mit Todesfolgen müssen wir leider immer wieder berichten. Der jüngste derartige Unfall, der zum Tod eines Schwimmers führte, ereignete sich am 10. August 2020 in der Nähe von Rovinji in Kroatien. Ein deutscher Motorbootfahrer startete sein Boot mit Vollgas und übersah einen Schwimmer mit dem er kollidierte. Obwohl ein zufällig anwesender Arzt vom naheliegenden Strand schwimmend zu Hilfe kam, konnte der Verletzte nicht mehr gerettet werden und verstarb noch vor Ort. Der Fahrer des Motorbootes wurde sofort in Haft genommen und wartet derzeit in einem kroatischen Gefängnis auf seine Anklage.

Ein ähnlicher Fall wurde über einen Jet-Ski-Fahrer berichtet, der mit Höchstgeschwindigkeit mit nur einer Armlänge Abstand an einem Schwimmer vorbeifuhr. Ein Meter – oder ein Sekundenbruchteil – der über das Schicksal von zwei Leben entscheidet: für den einen eine Frage von Leben und Tod, für den anderen eine Frage von Freiheit oder Gefängnis.

Vorsicht, Umsicht, Rücksicht!

Der Versicherer Yacht-Pool hat dies nun zum Anlass für eine breit angelegte Aufklärungskampagne genommen. Vom Jet-Ski-Fahrer bis zum Megayacht-Eigner werden die Yacht-Pool-Kunden auf die besonderen Risiken – und die besondere Verantwortung, die mit dem Betrieb eines motorisierten Wassersportfahrzeuges einhergeht – sensibilisiert.

CEO Friedrich Schöchl betont, dass er über das Schadenverhalten der motorisierten Eigner und Skipper bei Yacht-Pool nicht klagen kann: „Ganz im Gegenteil, ich möchte allgemein das Bewusstsein der Jetski- und Motorbootfahrer schärfen und setze mit diesem Appell darauf, dass unsere Kunden eine Vorbildfunktion für andere Wassersportteilnehmer einnehmen. Denn alle motorisierten Wassersportler müssen sich bewusst machen: Beim Führen eines stark motorisierten Schiffes oder Jet-Skis heißt es in aller erster Linie: Vorsicht – Umsicht – Rücksicht!“

Friedrich Schöchl appelliert an die Motorbootfahrer

Friedrich Schöchl erläutert, dass jeder Boots- und Jet-Ski-Fahrer per Gesetz zu erhöhter Vorsicht und zur Einhaltung von Sicherheitsabständen zu Schwimmern und Ufern verpflichtet ist. Die Behörden üben in diesen Fällen – zu Recht – keine Nachsicht.

Eine Boots- oder Skipperhaftpflicht-Versicherung schützt zwar vor den finanziellen Folgen eines Unfalls – nicht aber vor dem Verlust von Leben Anderer. Und dem Verlust der eigenen Freiheit.
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