Ein sommerlicher Familientörn durch die Nördlichen Sporaden ist wie eine wunder­same Reise durch Raum und Zeit. Die Startrampe gibt das StädtchenVolos auf dem griechischen Festland und hat man die verlockende Atmos­phäre des Pagasitischen Golfes erst einmal hinter sich gelassen, dringt man ab Skiathos in eine neue Galaxie ein, die voller faszinierender Insel­welten steckt: Skopelos, Alonissos, Peris­tera, Kyra Panagia – schon allein den Namen nach könnte jede einzelne genauso gut für ein Sternbild im Universum stehen. Wir haben sie mit unserem Raumschiff, einem formi­dablen Nautitech 40 open-Katamaran, erkundet.

Hafen von Volos auf dem Festland.

“Herzlich willkommen, Sie sind ­unsere ersten Chartergäste in ­dieser Saison!“ Mit diesen ­Worten werden wir Anfang Juli 2020 – die Reisebeschränkungen sind erst seit ein paar ­Tagen aufgehoben – in Volos begrüßt. Was soll man darauf sagen? Natürlich ist es schön zu wissen, dass wir streckenweise allein auf weiter Flur unterwegs sein werden – aber in Anbetracht der blitzblank in Reih und Glied an der Mole tänzelnden Yachten stimmt es auch etwas traurig, dass an diesem Samstag unsere Orkide als einziges Charterschiff von den Leinen gelassen wird.   

Will man in die Nördlichen Sporaden, so gilt es zunächst einmal, den Pagasitischen Golf zu queren. Das tut weh, denn perfekt geschützt und mit einem Durchmesser von bis zu 30 Kilometern gäbe es hier schon viele stille Buchten und Fischerorte zu entdecken, aber allein dafür müsste man sich gut eine Woche länger Zeit nehmen.
Rund 40 Meilen später streichen wir vor dem Hafen in Skiathos auf der gleichnamigen und (von Westen kommend) ersten Insel der Nördlichen Sporaden die Segel. Mit Müh und Not ergattern wir einen Liegeplatz im überfüllten Hafen und müssen versprechen, diesen gleich nach dem Mittag­essen wieder zu verlassen. Das fällt nicht schwer angesichts der vielen Touristen.

Schiffswrack vor Peristera, der pippe Strand Kokkinokastro und der Naturhafen Votsi auf Alonnisos.

Wir übernachten nur eine Meile weiter im Nordwesten des winzigen Eilands Maragos vor einem schönen Sandstrand, der den Ansturm der Ausflugsschiffe gut weggesteckt zu haben scheint. Die Bucht ist leer, der kleine Kiosk geschlossen. Den Dreifach-Jackpot knacken wir am nächsten Tag auf Skopelos.

Idyllische Buchten, überschaubare Distanzen – den vollständigen Bericht unseres Familientörns in den Nördlichen Sporaden gibt’s in der aktuellen ocean7-Ausgabe 6/2020  – Print-Ausgabe erhältlich im Abo, im ausgesuchten Einzelhandel und auf Bestellung in jeder Trafik. Und für alle unterwegs gibt’s das E-Paper für alle Geräte.

Kyra Panagia mit gleichnamiger Bucht im Süden.

Fotos: Eszter Kondor, Zoi Krzywon, Shutterstock

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