Mit der Mayflower Autonomous Ship (MAS) soll das erste vollautomatische Schiff der Welt unbemannt im Juni zu seiner historischen Jungfernfahrt über den Atlantik aufbrechen. 

Elektrisch, autonom: Mayflower Autonomous Ship.

Das Roboter-Forschungsschiff, das von der Meeresforschungsorganisation ProMare mit IBM als führendem Technologie- und Wissenschaftspartner für das Projekt entwickelt wurde, ist im September letzten Jahres vom Stapel gelaufen und hat eine mehrmonatige Seeerprobung hinter sich. Die MAS soll eine sichere, flexible und kostengünstige Möglichkeit bieten, Daten über den Ozean zu sammeln und neue Erkenntnisse über Walpopulationen, Meeresspiegel, Mikroplastik und andere Forschungsthemen bringen.

50-Fuß-Trimaran voller Hightech für die Ozeanforschung.

Angetrieben vom hybrid-elektrischen Antriebssystem Fischer Panda, das hauptsächlich durch Wind- und Solarenergie aufgeladen wird, soll der 5 Tonnen schwere 50-Fuß-Trimaran im Juni die rund 3.000 Meilen lange Überfahrt von Plymouth/England nach Plymouth/Massachusetts in etwa 20 Tagen schaffen. Das bei einer Geschwindigkeit von bis zu 10 Knoten – ein gewaltiger Sprung im Vergleich zu den 60 Tagen, die die Mayflower vor über 400 Jahren (rd. 2,5 Knoten) benötigte. Die Motoren, Batterien, Dieselgeneratoren und die dazugehörige Leistungs- und Steuerelektronik von Fischer Panda gehören neben den Präzisions-Messinstrumenten zu den zukunftsweisenden Geräten an Bord.

Die MAS ist eine gemeinschaftliche Initiative unter der Leitung von ProMare, einer gemeinnützigen Organisation zur Förderung der Meeresforschung und -erkundung auf der ganzen Welt. Das Schiff wurde von Whiskerstay und MSubs entworfen, beides Unternehmen mit umfangreicher Erfahrung in der Entwicklung von bemannten und unbemannten Meeresfahrzeugen. Die Universitäten von Plymouth und Birmingham sind ebenfalls beteiligt und arbeiten an einigen der Forschungskapseln und Virtual/Augmented-Reality-Systemen.

Mas400.com
promare.org

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