Einer von 33: Sébastien Simon auf der Arkea-Paprec. © Eloi Stichelbaut – polaRYSE / Arkea Paprec

74 Tage, 3 Stunden, 35 Minuten und 4 Sekunden: So lange brauchte der Franzose Armel Le Cléac’h, um bei der letzten Vendée Globe 2016/17 in Rekordzeit um den Globus zu segeln. Der Einhand-Klassiker, der neben America’s Cup, The Ocean Race und der olympischen Regatta zu den vier wichtigsten Segelrennen der Welt zählt, wird am 8. November in seine 9. Auflage gehen. Der Start findet wieder in Les Sables-d’Olonne statt, und zwar zum ersten Mal gänzlich ohne Zuschauer vor Ort. Corona-bedingt musste am 30. Oktober das Race Village, das traditionell von Millionen von Segelfans besucht wird, für Zuschauer gesperrt werden, und auch der Start muss offiziell ohne Publikum vonstatten gehen.

Die Britin Miranda Merron, eine von sechs Teilnehmerinnen. © François Van Malleghem / Imoca

Auch für die Teilnehmer gelten dieses Jahr neue Spielregeln. Sie dürfen sich seit dieser Woche nur noch in Kleingruppen aufhalten und müssen sich am 6. November einem letzten Corona-Test unterziehen – wer positiv ist, darf nicht starten. Das Teilnehmerfeld ist so groß wie noch nie: 33 Hochseesegler nehmen an dieser Vendée Globe teil, davon sechs Soloseglerinnen – die bisher stärkste weibliche Beteiligung beim Klassiker und eine feine Antwort auf das letzte Rennen, an dem überhaupt keine Frau teilnahm.

So geht’s um den Globus. © SAEM Vendée

Die Regeln sind wie gehabt: Es wird alleine gesegelt, ohne Zwischenstop und ohne Hilfe von außen. Die Route führt von Frankreich den Atlantik hinunter ins Südpolarmeer, dann entlang der drei großen Kaps – Kap der Guten Hoffnung, Kap Leuwin und Kap Hoorn – wieder den Atlantik hinauf in den Start- und Zielhafen Les Sables-d’Olonne. Gesegelt wird mit Open 60-Booten, die meisten von ihnen sind mit Foils ausgestattet – gut möglich also, dass der Rekord für die Erdumrundung erneut fallen wird. Zu verfolgen ist die härteste Einhand-Regatta der Welt auf

www.vendeeglobe.org

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