Wechselhaft und kühl

14 von insgesamt 18 noch übrig gebliebenen Mannschaften, die sich heuer zum wiederholten Male an der 380sm langen nonstop-Mittelstreckenregatta versuchen, erreichen innerhalb eines 2-Stunden Fensters das Ziel beim heurigen Round Palagruza Cannonball. Der Sieg ging nach knapp 72h an Christian Fuczik (So4) und Lukas Rittler (UYCAS) mit ihrem Team »Lost Boys / Drogentest Wien«.

Nach weiteren 20 Minuten sichern sich Ronnie Zeiller (NSA) und Robert Kalasek (NSA) samt Crew auf der »China Girl« den zweiten Platz, dicht gefolgt von Andreas Pomianek (YCW) und Maximilian Brückner (NCA). Die hohe Anzahl an Matchraces vor der Zieleinfahrt kommt nach rund 380sm aber nicht von ungefähr. Über weite Teile des Rennens bleibt das Feld dicht zusammen, egal ob während der Umrundung Palagružas oder im Zuge der langwierigen Flautenzonen vor Mljet, die den Crews auch heuer wieder alles abverlangt. Die Umstellung auf eine reine Einheitsklasse mag hier ebenso zum Tragen kommen wie die Tatsache, dass das »Abenteuer RPC« mittlerweile viele erstklassig eingespielte Teams nach Biograd lockt.

Ausgedehnte Regenfelder begleiten eben jene 20 Crews heuer über weite Teile des Rennens. Die stockdunklen, wolkenverhangenen Nächte schlägt man sich bei Temperaturen im einstelligen Bereich auf der Kante um die Ohren, die Sonne wird zum Zaungast, konstanter Wind aus Nordost zum ständigen Begleiter.

Die 12. Auflage des Round Palagruža Cannonball erfolgreich hinter sich gebracht, feilt Organisator und Mitbegründer Ronnie Zeiller bereits jetzt an der einen oder anderen Neuerung. Kommendes Jahr werden die Karten neu gemischt: 21 Boote, eine Einheitsklasse, eine Felseninsel und trotzdem alles anders. Palagruza möchte 2020 im –statt gegen den Uhrzeigersinn erobert werden…!

Fotocredits: Amélie Chapalain

 

So sehen die Sieger aus. Nach 380 sm, 72h. Chapeau!
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