Die Italiener mussten die im Frühjahr geplante dreifach EM Corona-bedingt absagen, der UYCAs sprang kurzfristig ein und stemmt das knapp einwöchige Monsterprogramm in drei Olympischen Klassen. Chapeau.

Im Februar 2020 absolvierten die 49er, 49erFX und Nacra 17 ihre Weltmeisterschaften vor Geelong/Australien. Nach einer fast siebenmonatigen Corona-bedingten Wettkampfpause kehrten die drei Klassen im September wieder in den Regatta-Betrieb zurück. Von Dienstag bis Sonntag kämpfen die Athleten nun bei den Europameisterschaften am Attersee um Medaillen. Das große OeSV-Aufgebot wird von den bereits für die Olympischen Spiele in Tokio qualifizierten Teams angeführt: Tanja Frank/Lorena Abicht (49erFX), Benjamin Bildstein/David Hussl (49er) und Thomas Zajac/Barbara Matz (Nacra 17).

Viele Manöver in der Vorbereitung. Zum Training und um sich angesichts des Kälteeinbruchs auch am Wasser warm zu halten,

EM ist Österreichs zweitgrößtes Segel-Event
Nachdem die für Mitte Mai am Gardasee geplanten Europameisterschaften der 49er, 49erFX und Nacra 17 neu vergeben wurden, reichte der Union-Yacht-Club Attersee eine Bewerbung ein und erhielt prompt den Zuschlag. In nur drei Monaten – statt der sonst üblichen zwei Jahre Vorlaufzeit – wurden alle organisatorischen Vorbereitungen getroffen, damit die drei olympischen Bootsklassen ihre Titelkämpfe erstmals in Österreich abhalten können. Es ist nach den World Sailing Games, die 2006 am Neusiedlersee ausgetragen wurden, das zweitgrößte Segel-Event, das jemals in Österreich stattfindet. 

Alle Klassen starten am Dienstag in die dreitägige Qualifying Series, danach wird das Feld im 49er und 49erFX in eine Gold- und Silberflotte unterteilt. Insgesamt sind 17 Wettfahrten pro Klasse auf drei verschiedenen Bahnen geplant. Am Sonntag wird es kein Medal Race geben, die Regatta soll mit jeweils zwei „Fleet Races“ beendet werden. Für eine Teilnahme an der Europameisterschaft müssen alle Athleten und Akteure entsprechend dem Sicherheitskonzept ein negatives Covid-19-Testergebnis vorweisen.

Farese/Zöchling in Luv von Zajac/Matz. Kreuzend am Attersee.

Große Flexibilität gefordert
OeSV-Sportdirektor Matthias Schmid: „Es ist sehr schön, dass wir internationale Top-Segler und allgemein so viele Leute bei uns in Österreich begrüßen dürfen. Die Organisatoren haben in sehr kurzer Zeit eine wirklich tolle Arbeit geleistet und auch wir als Verband sind sehr gut aufgestellt. Die vorherrschenden Windbedingungen sind für alle Beteiligten herausfordernd. Wir stellen uns darauf ein, dass die Athleten so wie auch die Wettfahrtleitung sehr flexibel sein muss. Bei diesen Verhältnissen ist es umso wichtiger die Nerven zu bewahren und in der Qualifikation kein zu großes Risiko zu nehmen“.

Alle Fotos: Tobais Stoerkle Photography

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