Zieh Leine!

Ein erfahrener Skipper chartert eine Yacht in Kroatien und belegt sie an einer dafür vorgesehenen Muringboje, Und weil Wetterbericht und Wetter auch am nächsten Morgen schön sind, beschließt man eine Wanderung auf den nahegelegenen Hügel Es kommt mäßiger Wind auf. Vor den sich aufbauenden Wellen auf offener See  ist der Liegeplatz aber ziemlich gut geschützt.
Da erhält der Skipper einen Anruf von der Charterfirma mit der Frage, ob er den Muringplatz schon verlassen hätte, was er mit nein beantwortet. Das Schiff bewegt sich aber, wie die Charterfirma auf dem Tracking-System feststellt. Und tatsächlich, das Schiff hatte sich losgerissen und strandetet am nahen felsigem Ufer. Totalschaden! Die sofort herbeigerufene professionelle Rettungsmannschaft kann das Schiff zwar nicht mehr retten, stellt aber fest, dass das schon etwas in die Jahre gekommene Belegtau des Charterschiffes offensichtlich gerissen war. “Da trifft Sie keine Schuld,” befinden die Retter nach Begutachtung des Belegtaus.


Foto beigestellt von Yacht-Pool.

“Sie haben sich geirrt, denn der kroatische Kaskoversicherer, die Croatia Osigoranije sah den Fall anders, machte kurzerhand den Skipper für den Schaden haftbar und forderte ihn auf, binnen 14 Tagen den Schaden in der Höhe von 150.000,– Euro zu begleichen mit dem Hinweis, dass bei etwaiger Zahlungsverzögerung Zinsen von 14% p.a. anfallen würden.”, so Friedrich Schöchl, Versicherungsexperte, Gründer und Chef von Yacht-Pool.
Was er für besonders problematisch an diesem symbolischen Fall hält, welche Fragen sich in weiterer Folge für die “Haftung des Skippers” auftun und warum es ein sehr beruhigendes Gefühl ist, in solchen Fällen eine Skipper-Haftpflichtversicherung in der Hosentasche stecken zu haben, lesen Sie auf der Website des erfahrenen Seglers Markus Silbergasser, der den Fall in seinem Blog ausführlich erörtert hat:
www.untersegeln.eu 

 

 

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