Zweiter Streich

Mit Platz vier in einem dramatischen Medal Race sicherten sich Thomas Zajac und Barbara Matz am Sonntag den Sieg bei der 125. Kieler Woche. Nach 2017 ist es bereits der zweite Sieg des österreichischen Nacra 17-Duos bei der traditionsreichen Regatta. Die 49er Benjamin Bildstein und David Hussl landeten in ihrem abschließenden Rennen auf Rang sieben und beendeten die Regatta an sechster Stelle.

Bei strahlendem Sonnenschein fielen am vergangenen Sonntag die Entscheidungen bei der heurigen Kieler Woche. Die Nacra 17-Flotte eröffnete um 11 Uhr bei knapp neun Knoten Wind den Tag. Thomas Zajac und Barbara Matz gingen mit dem gelben Trikot der Gesamtführenden in das letzte Rennen der Regatta. Das OeSV-Duo kam schlussendlich als Viertplatzierter durchs Ziel und feierte nach 2017 den zweiten gemeinsamen Sieg bei der Kieler Woche. „Wir haben alles umsetzen können, was wir uns vorgenommen haben. Es war wahnsinnig spannend, wir haben uns nie zur Ruhe setzen können. Alles war knapp beisammen, wir haben immer versucht, mit unseren Hauptkonkurrenten mitzusegeln. Bei der letzten Luv-Tonne habe ich zum Rechnen begonnen und wollte keine zwei Boote zwischen uns und den Italienern lassen. Wir haben unsere Position gut verteidigt, Barbara hat einen tollen Job gemacht. Die Kieler Woche zu gewinnen ist immer etwas Besonders, wir haben uns bei dieser Regatta über die Konstanz den Sieg geholt. Wir freuen uns, sehr knapp vor dem Japan-Block und ein Jahr vor den Olympischen Spielen diesen Erfolg zu feiern“, berichtet Zajac.

Bildstein/Hussl verlassen Kiel als sechste

Um 12:20 Uhr begann auch das abschließende Rennen im 49er. Der stark zunehmende Wind stellte Benjamin Bildstein und David Hussl, die an siebter Stelle liegend noch Chancen auf eine Medaille hatten, kurz vor dem Start vor Probleme. „Wir haben auf Kosten der Positionskämpfe noch Trimm-Adaptionen vorgenommen. Das hat uns das Wunschszenario gekostet, wir mussten auf der anderen Seite starten und haben diesen Rückstand im Rennen nicht mehr weggebracht“, erklärt Vorschoter Hussl. An der letzten Luv-Tonne waren die Österreicher Neunte, konnten aber noch zwei Ränge aufholen und beendeten das Medal Race auf Platz sieben. Im Gesamtklassement machten sie damit eine Position auf Platz sechs gut. „Bei diesem Feld ist das eine starke Leistung. Natürlich wäre eine Medaille greifbar gewesen, vor allem nach dem rauen Auftakt haben wir uns aber über die stetige Steigerung freuen können. Wir sind in ein ‚flow‘-Gefühl reingekommen und haben durch exzellente Leistungen in der Goldflotte viel aufgeholt. Das Bootshandling war perfekt und viele Punkte, die wir auf der Agenda hatten, funktionierten. Das stärkt uns“, resümiert Steuermann Bildstein. Für die zwei österreichischen Boote, die bei der Kieler Woche teilgenommen haben, geht es in knapp einer Woche nach Japan, wo ein zweimonatiger Aufenthalt im Olympia-Revier bevorsteht.

Fotocredits: Candidate Sailing/Dominik Matesa, Tobias Stoerkle

 

Benjamin Bildstein & David Hussl setzen Gennaker. Hinter ihnen: der Hafen von Kiel.

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