Zwischenstation Mittelfeld

Weltcupauftakt in Miami endet für Österreichs 470er im Mittelfeld, für Kampelmühler/Czajka dank Sieg im letzten Race mit Schwung für die nächsten Events.

Das österreichische Segel-Nationalteam war beim ersten Weltcup 2020 in Miami lediglich in der 470er-Herrenklasse vertreten. 49er-Damen und Herren sowie die Nacra-Teams weilen bereits in Australien zur Vorbereitung auf die WM, waren in den USA entsprechend im Programm gar nicht vorgesehen. Dabei war der Weltcup für die rot-weiß-roten Teams vorbei, ehe es so richtig spannend wurde. Bei den 470er-Herren wurde das abschließende Medal-Race der Top-Ten zum super spannenden Show-Down. Die seit Jahren dominierenden Australier Belcher/Ryan führten die gesamte Woche über das Feld an, zogen punktgleich mit Okada/Hokazono (JPN) ins Finalrennen. Dazu waren die besten sieben Teams innerhalb von zehn Punkten. Am Ende jubelte das spanische Spitzenduo Xammar-Hernandez/Garcias-Paz – wieder punktgleich mit den Japanern. 

Für Nikolaus Kampelmühler und Thomas Czajka ging der Weltcup vor Miami am Freitag mit einem Wettfahrtsieg zu Ende. Bei Leichtwind gewannen die beiden Wiener das einzige 470er Rennen des Tages und beendeten die Regatta auf Gesamtrang 20. David Bargehr und Lukas Mähr holten zum Abschluss den zwölften Platz, das Duo vom Yacht Club Bregenz landete im Gesamtklassement an 17. Position. Nach dem Starkwind der ersten Tage, flaute der Wind beim Weltcup vor Miami zunehmend ab. Während am Donnerstag gar keine Rennen durchgeführt werden konnten, brachten die 470er-Herren am Freitag zumindest eine Wettfahrt in die Wertung. Bei vier bis fünf Knoten feierten Nikolaus Kampelmühler und Thomas Czajka einen Wettfahrtsieg – ihr zweiter auf Weltcup-Niveau nach Genua 2019. „Wir haben unsere Strategie nach einem guten Start perfekt umgesetzt und konnten auf unseren Leichtwind-Speed vertrauen. Der Wettfahrtsieg freut uns sehr. Wir haben über den Winter auch bei mehr Wind deutliche Fortschritte gemacht, es fehlt nicht mehr viel bis wir auch bei Starkwind-Bedingungen solide Ergebnisse erzielen können. Wir wollen zukünftig über eine gesamte Regattawoche bei unterschiedlichen Bedingungen konstant unsere Leistung bringen“, erklärt Routinier Czajka. Für die beiden Wiener ging der Weltcup dadurch mit einem Erfolgserlebnis zu Ende, im Gesamtklassement landeten sie auf Rang 20.

Für die OeSV-Teams stehen nun ein paar Tage Regeneration auf dem Programm. Danach wird der Miami-Block mit einem Trainingslager bis 17. Februar fortgesetzt.

Fotos: Sailing Energy / World Sailing

In Miami landeten Bargehr/Mähr (noch) hinter ihren direkten Konkurrenten um das letzte europäische Olympiaticket. Deutsche, Ungarn und Schweizer platzierten sich knapp aber doch vor den Österreichischen Teams.

Diesen Artikel teilen