Wie Phö-Nixen aus dem Wasser

Es lief gar nicht gut für die zwei jungen Damen aus Neusiedl am See. Gemeint sind die Wochen vor dem definitiven Saisonhöhepunkt aller olympischen SeglerInnen im dänischen Aarhus. Es war kalt, es regnete beinahe jeden Tag und es waren richtig lange Tage. Am Wasser, an Land, immer auf Abruf für die noch offenen nächsten Rennen. Die Rede ist – natürlich – von Tanja Frank und Lorena Abicht und der heurigen Kieler Woche. Bei der folgenden EM waren zwar die äußeren Rahmenbedingungen schon deutlich besser, dem 20. Platz  in Kiel folgte jedoch ein 21. Platz in Gdynia, Polen. Stockerlplatz und Medaillen waren außer Reichweite. Es sah gar nicht nach einer gelungenen Vorbereitung auf die anstehenden Weltmeisterschaften in Aarhus aus.

 

WM-Bronze-Medaille und Olympia-Ticket
Diese jedoch ging vor wenigen Tagen zu Ende und auch die (wenigen) nicht-segelinteressierten ÖsterreicherInnen werden den furiosen Auftritt der Bronzemedaillengewinnerin und ihrer neuen Segelpartnerin mitbekommen haben. Was war für die Wende verantwortlich, was war der Schlüssel zum Erfolg, zur Medaille und zum Nationenticket in der 49er-FX Klasse für Österreich im ersten Anlauf? „Wir waren vom ersten Tag der WM an im Racemode, haben gleich vom ersten Schlag an den richtigen Flow gehabt. Mit ein paar Tagen Abstand von der Siegerehrung in Aarhus und rückblickend auf die Events davor, waren wir vermutlich schon im Juni mit unseren Gedanken voll und ganz bei der WM.“
So einfach kann es auch in einer derart komplexen Sportart wie dem Segeln gehen. Bis auf den Olymp, wenn alles zusammenstimmt.

 

Alle Bilder © Sailing Energy/World Sailing.

 

Roland Regnemer

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