Faszinierend, was sich in den letzten Jahren im Bereich „Bootsschuhe“ getan hat. Auf jeder Messe bin ich bass erstaunt ob der Grip-verstärkten PU-Sohlen, der schnelltrocknenden Mesh-Ober­materialien, der verwendeten Alien-Farben und -Formen, und trage selbst nach wie vor Leder.
Auch wenn meine Ledernen, die ich mir damals zur bestandenen FB2-Prüfung selbst geschenkt hatte, inzwischen etwas in die Jahre gekommen sind: Wir sind sozusagen miteinander verbandelt, die Zeit hat uns zusammengeschweißt … Und weil „damals“ ein dehnbarer Begriff ist, drehe ich das Rad noch weiter zurück, um mir Verbündete fürs Leder in der Regatta-Szene zu suchen. Siehe da: OSTAR, America‘s Cup, Liberty Cup – bis tief in die 1990er trugen Skipper und Crew Lederbootsschuhe, viele von ihnen mit Docksides den angesagtesten Trendschuh seiner Zeit. Der wiederum ­wurde bereits 1970 von Sebago ­geschustert und gilt seitdem als der „Boots­mokassin“ schlechthin.

Klassisch konsequent
Dieses Jahr, zum 50. Geburtstag des Dockside, bin ich fremd­gegan­­gen und habe mir statt der klassischen Braunen neue Blaue (Portland blue navy) übergestreift: Weiße, nicht schlierende und rutschfeste Sohle, weiches, ungefüttertes Leder mit bekannter 360-Grad-Rundum-Schnürung, angenehmer Tragekomfort ohne Socken.
Das kennt man schon von den alten Modellen? Stimmt, aber das ist es ja, was einen Klassiker ausmacht. 
Neu ist, dass man sie in verschiedensten Farben und Ausführungen haben kann – die meisten Optionen haben mittlerweile wenig überraschend die Damen. Dabei waren die Docksides ursprünglich für den Einsatz in den Docks von Portland in Maine gedacht – also streng genommen als Arbeits­schuhe kon­zipiert …

Stilsicher
Wie es der Zufall will, ist es eine Motoryacht, auf der ich die Portland blue navy zum ersten Mal tragen soll. Nicht irgendeine, sondern die nagelneue Frauscher 1212 Ghost. ­Besichtigung und Probefahrt beim Italien-Händler Mauro Feltrinelli am Gardasee. Die Ghost liegt jungfräulich in der Marina, während ich auf und unter Deck herum­spaziere, um mir alles in Ruhe anzuschauen. Obwohl das Boot schon seit ein paar Tagen hier liegt, fällt auf, dass viele vorbeihuschende Mitarbeiter kurz innehalten und herübersehen, ehe sie zufriedenen Blickes weitereilen – Ferragosto, es gibt viel zu tun. 
Als ich nach meiner Besichtigungstour die Füße auf den Tisch lege, um die Aussicht auf den See zu genießen, taucht auch schon Mauro auf, um mir nach einem prüfenden Blick „schöne Schuhe!“ zuzu­rufen und wieder abzutauchen. Jetzt verstehe ich erst: Schuhe an Bord? Geht hier gar nicht! Bei meinen Docksides machen die stilsicheren Italiener aber eine Ausnahme …

GEWINNSPIEL 

ocean7 verlost unter allen Teilnehmern 1 Paar Docksides Total Brown für Männer und 1 Paar  Docksides Suede Beige Camel für Damen im Wert von je € 144,90! Einfach eine E-Mail mit Betreffzeile „Docksides Brown“ oder „Docksides Suede“ und Schuhgrößenangabe an gewinnen@ocean7.at ­senden und mit ­etwas Glück ge­­winnen! Teil­­nahme­schluss ist der 30. September 2020, die Ge­winner werden per ­E-Mail verständigt.  

Mit Ihrer Teilnahme erklären Sie sich ein­­verstanden, den ocean7-News­letter (jederzeit kündbar) per E-Mail zu er­­halten. Ihre Daten werden in keiner Form an Dritte weiter­­gegeben. Eine Bar­ablöse des Gewinns ist nicht möglich. Rechtsweg ausgeschlossen. 

50 Jahre Docksides
Sebago wurde 1946 in Maine gegründet, die Manufaktur erlangte über seine seit damals -produzierten Penny Loafer, die von Audrey Hepburn und John Fitzgerald Kennedy getragen wurden, Weltberühmtheit. 1970 kreierte Sebago mit dem Dockside den wohl bekanntesten Bootsschuh aus gegerbtem und handvernähtem Leder mit rutschfesten Gummisohlen im klassischen Design. Der Klassiker ist heute als Portland Docksides bekannt. Der Name gilt als Hommage an die Stadt am Atlantischen Ozean, wo die Schuhe auf den Kais Premiere feierten. Testschuh: Docksides Portland blue navy, € 144,90.
www.sebago.de

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