Der Start macht’s aus | ocean7

Mit ein paar Tagen Verspätung liefert gleich der Auftakt zum 36. America’s Cup den erhofften Show Down. Nach zwei Rennen steht es 1 : 1.

Die guten Nachrichten vorweg: Die beiden Teams sind nach den ersten beiden Rennen zum America’s Cup augenscheinlich und in allen Belangen auf Augenhöhe. Die Boote haben ihre kleinen individuellen Vorteile, ein rennentscheidender Vorteil war in den zwei Mal etwa halbstündigen Races mit freiem Auge nicht auszumachen. Der Mythos “Team New Zealand” ist nicht gebrochen, aber er wankt zumindest. Auch die After Guard rund um Pete Burling, Blair Tuke und Glenn Ashby macht Fehler. Und die “Challenger of Record” aus Italien sind in jeder Hinsicht stark genug, um diese auch zu Punkten zu verwerten. So, nun auch noch zur schlechten Nachricht. Überholmanöver suchte man heute – noch – vergeblich. Den Sieg holten beide Teams jeweils gleich beim Start, elf der 12 Bahnschenkel blieben die Führenden unantastbar. Ausgerechnet im allerletzten Vorwind wurde es für Luna Rossa Prada Pirelli noch einmal knapp. Die “Kiwis” machten 18 der 25 Sekunden Rückstand von der letzten Luvboje noch wett. Wirklich in Gefahr waren die Italiener um Francesco Bruni, Pietro Sibello und Jimmy Spithill jedoch trotzdem nicht.

Das war heute mehr als ein Achtungserfolg für Luna Rossa Prada Pirelli. Die Italienischen “Challenger of Record” und Sieger im “Prada Cup” luchsten den amtierenden Cup-Eigentümern aus Neuseeland den ersten Punkt ab.

Jetzt gibt es einen Tag Pause, ab Freitag geht es im Tagesrhythmus mit jeweils zwei Rennen weiter. Bis eines der beiden Teams sieben Siege eingefahren hat. Der Start knapp nach 4 Uhr in der Früh unserer Zeit ist zwar mitunter kräfteraubend, aber nach Tag eines und vor allem dem letzten Vorwind steht fest: es zahlt sich aus!

Fotos: America’s Cup

Diesen Artikel teilen