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Nur zwei Tage nach der Austrian Boat Show – Boot Tulln 2020, folgte das Verbot für Indoor- Veranstaltungen ab 100 Personen. Am Montag, dem 16. März, dann der österreichweite Shutdown. Nach den folgenden äußerst turbulenten Tagen hat sich nun der erste massiv aufgewirbelte Staub gelegt und zeigt ein, relativ gesehen, klares Bild.

Abb.: Shutterstock

Ein Bild der Ernüchterung für viele Tourismus- und Wassersport-Betriebe, wenn auch das primäre Ziel der Wahrung der allgemeinen Gesundheit dient. Inwiefern die massiven Einschränkungen des öffentlichen Lebens (und Wirtschaftens), die sogar jene für die Tschernobyl-Katastrophe 1986 übertreffen, auch gerechtfertigt sind, darüber scheiden sich die Geister. Die Bandbreite reicht von „totale Ausgangssperre jetzt“ bis zu „Stopp der Virus-Hysterie“, und irgendwo in der Mitte wird wohl selbst in diesem Ausnahmefall die Wahrheit liegen.

Die letzte Woche hat gezeigt, dass quer durch alle Ebenen des Tourismus und des Wassersports beeindruckend schnell und professionell auf die neue Situation reagiert wurde, um kurzfristig gute alternative Lösungen und Angebote präsentieren zu können. Leider bangen aber auch schon jetzt vor allem KMU’s und EinzelunternehmerInnen um Ihre Existenz (und die Existenz aller, die an der eigenen hängen – vom Verkaufsleiter im Büro bis zur Reinigungskraft in der Basismarina), sollte bis Mai nicht wieder „Business as usual“ Programm sein.

Am ocean7 Messestand auf der Boot Tulln, im Gespräch mit Branimir Tončinić, Direktor der kroatischen Zentrale für Tourismus in Wien (Foto: Gernot Weiler).

Wie nun als Fachmedium mit dieser Ausnahmesituation umgehen? Nun, wir haben bewusst zugewartet statt blindlings zu berichten – und so manche “seriöse” Information in der Datenflut der letzten Tagen entpuppte sich wenig überraschend auch tatsächlich als Fakenews, Panikmache oder “Zeitungsente”, wie man nach der alten Journalistenschule zu sagen pflegt. Doch jetzt nach all dem Durcheinander wissen wir genau, woran wir rechtlich gebunden sind und dass dieser Ausnahmezustand bis vorerst 13. April gilt. 

Wir von ocean7 haben trotz der aktuellen Lage beschlossen, das geplante Kroatien-Special in der nach dem 13. April erscheinenden Mai/Juni-Ausgabe nach ersten Bedenken (Stichwort “Grenzschließungen”) nun doch umzusetzen. Einerseits aus der Überzeugung, dass bei Einzug der Normalität viele von uns ihr Glück wieder in diesen uns so vertrauten Gewässern suchen – und ganz bestimmt auch neu finden werden. Andererseits in dem Wissen, unserem in diesem noch jungen Jahr doppelt gebeutelten Lieblingsrevier (Pandemie, Erdbeben), mit einem Kroatien-Special unseren größten Solidaritätsbeitrag leisten zu können.  

Was Sie sich als LeserIn erwarten dürfen? Prächtige Geschichten in Wort und Bild über Reviere und Yachten, Genuss und Kultur, Menschen und Meer in gewohnter ocean7 Qualität in Ausgabe 3/2020 mit Kroatien-Schwerpunkt. Laufend aktuelle allgemeine Meldungen und News lesen Sie im Rahmen unserer verstärkten online-Redaktion auf www.ocean7.at. Unterhaltsames bereiten wir Ihnen auch weiterhin über unsere Social-Media-Kanäle Facebook und Instagram auf.

Ich verspreche Ihnen jedenfalls: So konsequent wie ich mein Unwort des Jahres in obigen Zeilen vermieden habe, so unermüdlich werde ich mich auch für eine seriöse Berichterstattung in Ihrem Sinne einsetzen. In freudiger Erwartung auf das Hoch, das, wie wir alle wissen, bestimmt folgen wird.

Bleiben Sie gesund!
Tahsin Özen

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